Philosophische Promotionskommission an der Goethe Universität Frankfurt/Main

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Historische Ethnologie HF (Magister 2006)

Hauptfach im Rahmen der modularisierten Magister-Prüfungsordnung 2006

Inhaltsangabe

PARAGRAPHENTEIL MAGISTER PRÜFUNGSORDNUNG 2006 (MODULARISIERT)

 

I. Allgemeines

§ 01 - Rechtsgrundlage und Geltungsbereich
§ 02 - Zweck der Prüfung
§ 03 - Hochschulgrad
§ 04 - Struktur des Magisterstudienganges und Fächerkombinationen
§ 05 - Regelstudienzeit

II. Zwischenprüfung

§ 06 - Studienvoraussetzungen u. Studienbeginn, Studien- u. Prüfungsaufbau, Module
§ 07 - Lehr- und Lernformen
§ 08 - Zugangsvoraussetzungen für einzelne Module und einzelne Lehrveranstaltungen sowie Teilnahmebeschränkungen für einzelne Lehrveranstaltungen
§ 09 - Studiennachweise (Leistungsnachweise und Teilnahmenachweise)
§ 10 - Studienverlaufsplan und Studienberatung
§ 11 - Aufbau der Prüfungen
§ 12 - Gemeinsamer Prüfungsausschuss für Modulprüfungen
§ 13 - Akademische Leitung und Modulkoordination
§ 14 - Prüfungsbefugnis; Beisitz bei mündlichen Prüfungen
§ 15 - Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen u. Prüfungsleistungen
§ 16 - Prüfungstermine, Meldefristen und Meldeverfahren für die Modulprüfungen
§ 17 - Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 18 - Nachteilsausgleich
§ 19 - Modulprüfungen; Prüfungsformen; Kreditpunkte (CP)
§ 20 - Mündliche Prüfungsleistungen
§ 21 - Klausurarbeiten
§ 22 - Hausarbeiten
§ 23 - Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 24 - Nichtbestehen u. Wiederholung einzelner Prüfungen, Fristen f. d. Wiederholung
§ 25 - Endgültiges Nichtbestehen der Zwischenprüfung bzw. Magisterprüfung
§ 26 - Zeugnis, Hochschulgrad, Magisterurkunde und Diploma-Supplement

III. Magisterprüfung

§ 27 - Zulassung zur Magisterprüfung
§ 28 - Entscheidung über die Zulassung zur Magisterprüfung
§ 29 - Umfang der Zwischenprüfung und Magisterprüfung
§ 30 - Magisterarbeit
§ 31 - Annahme und Bewertung der Magisterarbeit

IV. Schlussbestimmungen

§ 32 - Prüfungsgebühren
§ 33 - Ungültigkeit von Prüfungen, Behebung von Prüfungsmängeln
§ 34 - Einsicht in die Prüfungsunterlagen
§ 35 - Widersprüche gegen das Prüfungsverfahren u. gegen Prüfungsentscheidungen
§ 36 - Fachspezifische Bestimmungen
§ 37 - Übergangsbestimmungen
§ 38 - In-Kraft-Treten

 

ANHANG 1: MAGISTERFÄCHER

a) Fächerkatalog gem. §4 Abs. 2
b) Ausgeschlossene bzw.vorgeschriebene Fächerkombinationen gem. §4 Abs. 2
c) Zugelassene Nebenfächer aus Bachelor-Studiengängen gem. §4 Abs. 2

 

ANHANG 2: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN ZU DEN FREMDSPRACHENNACHWEISEN

1. Latinum
2. Sprachprüfung in Latein
3. Lateinkenntnisse
4. Graecum

 

ANHANG 3: STUDIENPLAN Historische Ethnologie HF – GENERELLE INFOS

a) Beginn des Studiums gem. §6 Abs. 2
b) Fremdsprachenkenntnisse
c) Studien- und Prüfungsleistungen bzw. Module für die Zwischenprüfung und Magisterprüfung gem. §29
d) Magisterarbeit gem. §30 Abs. 2

 

ANHANG 3: STUDIENPLAN Historische Ethnologie HF – e) MODULBESCHREIBUNGEN

 

ANHANG 3: STUDIENPLAN Historische Ethnologie HF – f) STUDIENVERLAUFSPLAN

 

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Paragraphenteil modularisierte Magister-Prüfungsordnung 2006

MAGISTER PRÜFUNGSORDNUNG 2006 (MODULARISIERT)

 

Ordnung für die modularisierten Magisterteilstudiengänge der Fachbereiche Philosophie und Geschichtswissenschaften und Sprach- und Kulturwissen-schaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 12. Juli 2006

Genehmigt durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit Erlass vom 09.08.2006 - III 1.3 422/08/10.004 - (0000), veröffentlicht im UNI-REPORT 11.09.2006

 

I. Allgemeines

 

§ 1 - Rechtsgrundlage und Geltungsbereich

(1) Die Fachbereiche Philosophie und Geschichtswissenschaften (FB 8) und Sprachwissenschaften und Kulturwissenschaften (FB 9) haben am 12. Juli 2006 gem. § 50 Abs. 1 Nr. 1 HHG auf der Grundlage der §§ 23 Abs. 2, 25, 26 HHG diese Ordnung beschlossen.

(2) Diese Ordnung regelt das Studium und die Modulprüfungen der von den Fachbereichen Philosophie und Geschichtswissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften im Rahmen des Magisterstudienganges angebotenen und in Anhang Teil I a) aufgeführten Magisterteilstudiengänge (Haupt- und Nebenfächer). Die weiteren an der Johann Wolfgang Goethe-Universität im Rahmen des Magisterstudienganges angebotenen und den Studierenden bei der Fächerkombination (vgl. § 4) zur Wahl stehenden Magisterhaupt- und Magisternebenfächer sind nach der "Ordnung zur Erlangung des akademischen Grades eines Magister Artium (M.A.)/ einer Magistra Artium (M.A.) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 12. Januar 1994" (Abl. Nr 4/94, S. 243) in der jeweils gültigen Fassung (nachfolgend MAPO) und den für diese Magisterfächer maßgeblichen Studienordnungen zu absolvieren. Bei Wahl eines Bachelor-Nebenfaches als Magister-Nebenfach (§ 4) sind das Studium und die Modulprüfungen nach der maßgeblichen Bachelor-Nebenfachordnung zu absolvieren.

(3) Die fachspezifischen Bestimmungen für die in Anhang Teil I a) aufgeführten Fächer sind Bestandteil dieser Ordnung

 

§ 2 - Zweck der Prüfung

Die Magisterprüfung bildet den akademischen Abschluss des Magisterstudiengan-ges. Durch die Magisterprüfung werden die Fähigkeit zu wissenschaftlichem Arbeiten, die Kenntnis von Grundlagen und wesentlichen Forschungsergebnissen und Forschungsmethoden sowie berufsqualifizierende Kenntnisse und Fähigkeiten in den gewählten Fächern festgestellt.

 

§ 3 - Hochschulgrad

Aufgrund der an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main bestandenen Magisterprüfung verleiht der Fachbereich des Prüfungsfaches, in welchem die Magisterarbeit geschrieben wurde, den akademischen Grad eines Magister Artium/ einer Magistra Artium, der mit der Abkürzung "M.A." geführt wird.

 

§ 4 - Struktur des Magisterstudienganges und Fächerkombinationen

(1) Im Magisterstudiengang werden nach Wahl des oder der Studierenden entweder ein Hauptfach und zwei Nebenfächer oder zwei Hauptfächer studiert. Unter der Geltung dieser Ordnung ist mindestens eines der in den Fachspezifischen Bestimmungen dieser Ordnung (Teil I a) aufgeführten Fächer zu absolvieren.

(2) Die Fächer müssen so gewählt werden, dass sie in einem sinnvollen Zusammenhang stehen und ein angemessen weites Wissensgebiet sichern. Welche Fächer außer den in Teil I a) der Fachspezifischen Bestimmungen dieser Ordnung aufgeführten als Haupt- oder Nebenfächer gewählt werden können, regelt Teil I des Anhangs zur MAPO. Die ebenfalls zugelassenen Bachelor-Nebenfächer sind in Teil I c) der Fachspezifischen Bestimmungen dieser Ordnung aufgeführt. Vorgeschriebene und ausgeschlossene Fächerverbindungen regeln Teil I und II des Anhangs der MAPO sowie Teil I b) der Fachspezifischen Bestimmungen dieser Ordnung. Das Hauptfach, in dem die Magisterarbeit angefertigt wird (1. Hauptfach) muss, die beiden Nebenfächer bzw. das 2. Hauptfach müssen in der Regel aus dem in Teil I a) der Fachspezifischen Bestimmungen dieser Ordnung und/oder aus dem in Teil I des Anhangs der MAPO enthaltenen Katalog der Fächer gewählt werden. Im Übrigen gilt § 3 Abs. 2 der MAPO.

 

§ 5 - Regelstudienzeit

(1) Die Regelstudienzeit errechnet sich aus acht Semestern Studium und einem Semester Magisterarbeitsphase. Praktika und Exkursionen sind innerhalb der Regelstudienzeit abzuleisten.

Die Fachbereiche 8 und 9 stellen durch das Lehrangebot, die Studiengestaltung und die Gestaltung des Prüfungsverfahrens sicher, dass das Magisterstudium einschließlich sämtlicher Prüfungen in den in Teil I a) des Anhangs aufgeführten Fächern in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Das Magisterstudium kann in kürzerer Zeit abgeschlossen werden.

(2) Wird das Magisterstudium gemäß den Regelungen der Hessischen Immatrikulationsverordnung in der jeweils gültigen Fassung ganz oder teilweise als Teilzeitstudium durchgeführt, verändert sich die Studienzeit bis zum Magisterabschluss entsprechend. In diesem Fall ist wird ein Semester im Teilzeitstudium als halbes Fachsemester gezählt. Das Teilzeitstudium begründet keinen Rechtsanspruch auf Bereitstellung eines gesonderten Lehrangebots. Bei Teilzeitstudium wird dringend empfohlen, die Studienfachberatung aufzusuchen.

 

II. Zwischenprüfung

 

§ 6 - Studienvoraussetzungen u. Studienbeginn, Studien- u. Prüfungsaufbau, Module

(1) Voraussetzung für das Studium im Magisterstudiengang ist die Hochschulzugangsberechtigung nach § 63 des Hessischen Hochschulgesetzes in der jeweils geltenden Fassung. Studienbewerber und Studienbewerberinnen mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung müssen einen Sprachnachweis entsprechend der Ordnung der Johann Wolfgang Goethe-Universität über die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) mit mindestens dem Ergebnis DSH-2 vorlegen, sofern sie nach § 1 Abs. 3 der DSH - Ordnung nicht von der Sprachprüfung freigestellt sind.

(2) Die Fachspezifischen Bestimmungen (Teile III und IV) regeln, ob das Studium zum Wintersemester oder auch zum Sommersemester begonnen werden kann.

(3) Das Studium im Hauptfach erstreckt sich über 8 Semester. Es umfasst höchstens 80 Semesterwochenstunden (SWS).

(4) Das Studium gliedert sich in das Grundstudium und das Hauptstudium. Das Grundstudium schließt mit der Zwischenprüfung, das Hauptstudium mit der Magisterprüfung ab. Die Zwischenprüfung soll in der Regel nach dem vierten Semester im Hauptfach bzw. in der Regel nach dem zweiten Semester im Nebenfach, das Hauptstudium innerhalb der Regelstudienzeit (§ 5) abgeschlossen sein.

(5) Das Magisterstudium ist modular aufgebaut. Das Studium gliedert sich in Pflichtmodule und zusätzlich nach Maßgabe der Studienpläne für die Studiengänge in Wahlpflichtmodule. Die zu absolvierenden Module sind in den Studienplänen (Teile III und IV) festgelegt.

(6) Ein Modul ist eine inhaltlich zusammengehörende Lehr- und Lerneinheit. Module stellen in der Regel einen Zusammenschluss von inhaltlich aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen einschließlich Praxisphasen und Projektarbeiten sowie die Selbstlernzeiten dar. Die Inhalte eines Moduls sind in der Regel so zu bemessen, dass sie innerhalb eines Semesters oder eines Studienjahrs vermittelt werden können. In begründeten Ausnahmefällen kann sich ein Modul über drei Semester erstrecken. Erstrecken sich Module über mehr als ein Semester, sollen die zugehörigen Lehrveranstaltungen in unmittelbar aufeinander folgenden Semestern angeboten und besucht werden.

(7) Die Lehrveranstaltungen in den Modulen werden hinsichtlich ihrer Verbindlichkeit in Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen unterschieden. Pflichtveranstaltungen sind nach Inhalt und Form der Veranstaltung in der Modulbeschreibung eindeutig bestimmt.
Wahlpflichtveranstaltungen sind Lehrveranstaltungen, die Studierende innerhalb eines Moduls aus einem bestimmten Fachgebiet oder zu einem bestimmten Themengebiet auszuwählen haben.

(8) Einzelne Lehrveranstaltungen des Studiengangs können auf Englisch angeboten werden. Die Studienpläne können Abweichungen bezüglich weiterer Fremdsprachen treffen.

(9) Nach Ablegung einer Prüfungsleistung zu einem Wahlpflichtmodul ist ein Wechsel in ein alternatives Wahlpflichtmodul in der Regel ausgeschlossen.

(10) Nach erfolgreichem Abschluss eines Moduls werden unabhängig von der für das Modul erzielten Note Kreditpunkte (im folgenden "CP") auf der Basis des European Credit Transfer Systems (ECTS) vergeben. CP kennzeichnen den studentischen Arbeitsaufwand für ein Modul, der in der Regel tatsächlich notwendig ist, um die jeweiligen Anforderungen zu erfüllen und das Lernziel zu erreichen. Sie umfassen neben der Teilnahme an den zu einem Modul gehörenden Lehrveranstaltungen (einschließlich außeruniversitäre Praktika und Exkursionen) auch die gesamte Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs, die Vorbereitung und Ausarbeitung eigener Beiträge, die Vorbereitung auf und die Teilnahme an Leistungskontrollen sowie die Anfertigung der Magisterarbeit. Ein CP entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Für ein Vollzeitstudium sind pro Semester 30 CP vorgesehen. Die Magisterprüfung ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die Zwischenprüfung und die Magisterprüfung in den gewählten Fächern bestanden und die hierfür erforderlichen CP nachgewiesen sind (Hauptfach 120 CP, je Nebenfach 60 CP, Magisterarbeit 30 CP, insgesamt 270 CP). Bei einer Fächerkombination mit nicht modularisierten Fächern wird ein Hauptfach mit 120 CP bzw. ein Nebenfach mit 60 CP gewertet.

 

§ 7 - Lehr- und Lernformen

Die Studieninhalte werden in folgenden Lehr- und Lernformen vermittelt:

1. Vorlesungen (V),
2. Tutorien (T),
3. Übungen (Ü),
4. Kurse (K)
5. Proseminare (PS)
6. Seminare (S),
7. Exkursionen (Ex),
8. Praktika (PR),
9. Kolloquium (Ko)

Vorlesungen bieten eine zusammenhängende Behandlung von Themen und vermitteln einen Überblick über einen bestimmten Forschungsbereich.

Bestimmte Veranstaltungen können von Tutorien begleitet werden; diese dienen der Vertiefung und Ergänzung der Lehrinhalte der Veranstaltungen, denen sie zugeordnet sind.

Übungen dienen dem Erlernen und der Einübung bestimmter wissenschaftlicher und praxisbezogener Fähigkeiten und Arbeitsmethoden. Die aktive Beteiligung der Studierenden ist erforderlich.

In Kursen werden systematische grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten, u.a. Fremdsprachenkenntnisse, vermittelt und eingeübt.

Proseminare sind einführende Lehrveranstaltungen mit aktiver Beteiligung der Studierenden an der Unterrichtsgestaltung; diese geschieht beispielsweise in Form von Referaten, Gruppenarbeit und Diskussionen in der Lehrveranstaltung sowie Literaturbearbeitung und Übungsaufgaben.,

Seminare sind weiterführende Lehrveranstaltungen zu speziellen Themen, die intensives Selbststudium verlangen. Die aktive Beteiligung der Studierenden ist erforderlich.

Exkursionen sind universitäre Lehrveranstaltungen, die außerhalb der Hochschule durchgeführt werden. Sie dienen dem wissenschaftlich vorbereiteten Besuch fachlich relevanter Orte.

Praktika vermitteln fachbezogene praktische Kenntnisse und Fähigkeiten

Kolloquien dienen der Diskussion spezieller Fragestellungen und Forschungsergebnisse des Faches sowie der Erörterung wissenschaftlicher Positionen

 

§ 8 - Zugangsvoraussetzungen für einzelne Module und einzelne Lehrveranstaltungen sowie Teilnahmebeschränkungen für einzelne Lehrveranstaltungen

(1) Sofern der Zugang zu Modulen den erfolgreichen Abschluss anderer Module voraussetzt, ergibt sich dies aus den Modulbeschreibungen (Fachspezifische Bestimmungen Teile III und IV ). Der oder die Lehrende kann die Zugangsberechtigung zum Modul überprüfen.

(2) Ist zu erwarten, dass die Zahl der teilnahmewilligen Studierenden zu einer Lehrveranstaltung die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung übersteigt, ist ein Anmeldeverfahren durchzuführen. Das Anmeldeerfordernis und die Anmeldefrist werden im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis und/oder über UnivIS bekannt gegeben. Übersteigt die Zahl der angemeldeten Studierenden die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung, prüft die Akademische Leitung des betreffenden Teilstudienganges zunächst, ob eine zusätzliche Lehrveranstaltung oder ein Ferienkurs eingerichtet werden kann. Ist dies aus Kapazitätsgründen nicht möglich, ist es zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung der Lehrveranstaltung zulässig, nur eine begrenzte Anzahl der angemeldeten Studierenden aufzunehmen. Hierfür ist durch die Akademische Leitung des betreffenden Teilstudienganges ein Auswahlverfahren durchzuführen. Die Auswahl erfolgt nach der Notwendigkeit des Besuchs der Lehrveranstaltung im Hinblick auf den Studienfortschritt und, wenn in dieser Hinsicht gleiche Voraussetzungen gegeben sind, nach der Reihenfolge der Anmeldung oder durch Los. Die anzuwendende Alternative legt die Akademische Leitung des betreffenden Teilstudienganges fest. Auf Antrag erhält der oder die Studierende eine Bescheinigung darüber, dass er oder sie nicht in der Lehrveranstaltung aufgenommen werden konnte.

 

§ 9 - Studiennachweise (Leistungsnachweise und Teilnahmenachweise)

(1) Die Modulbeschreibungen legen fest, ob innerhalb von Modulen Studienleistungen (Leistungsnachweise) und/oder Teilnahmenachweise zu erbringen sind. Leistungsnachweise und Teilnahmenachweise dienen dem Nachweis des ordnungsgemäßen Studiums und sind Voraussetzung für die Vergabe der CP für das Modul. Die Noten für Studienleistungen gehen nicht in die Modulnoten ein.

(2) Teilnahmenachweise dokumentieren die regelmäßige und sofern dies der oder die Lehrende für den Teilnahmenachweis voraussetzt, die aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung. Die regelmäßige Teilnahme ist gegeben, wenn der oder die Studierende in allen im Verlauf eines Semesters angesetzten Einzelveranstaltungen anwesend war. Die aktive Teilnahme beinhaltet die Erbringung kleinerer Arbeiten, wie Protokolle, mündliche Kurzreferate und Gruppenarbeiten. Soweit die Modulbeschreibung keine abweichende Regelung trifft, soll die regelmäßige Teilnahme noch attestiert werden, wenn die oder der Studierende bis zu 20 Prozent der Veranstaltungszeit versäumt hat. Bei darüber hinausgehenden begründeten Fehlzeiten kann die oder der Lehrende das Erteilen des Teilnahmenachweises von der Erfüllung von Pflichten abhängig machen. Teilnahmenachweise werden am Ende der Veranstaltungszeit durch die Lehrende oder den Lehrenden ausgestellt, sofern die Ordnung für den Studiengang kein anderes Verfahren vorsieht.

(3) Für den Leistungsnachweis ist die erfolgreiche Teilnahme und darüber hinaus, sofern dies der oder die Lehrende voraussetzt, die regelmäßige Teilnahme (Abs.2) an der Lehrveranstaltung erforderlich. Die erfolgreiche Teilnahme ist gegeben, wenn eine durch die Lehrende oder den Lehrenden positiv bewertete (nach der Modulbeschreibung benotete oder unbenotete) individuelle Studienleistung (Abs.4) erbracht wurde. Die Lehrende oder der Lehrende kann die Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung auch von der erfolgreichen Erbringung mehrerer Studienleistungen abhängig machen, sofern dies die Modulbeschreibung zulässt. Werden Studienleistungen nach Maßgabe der Modulbeschreibung benotet, gilt § 23 Abs. 1 und 2. Bei Gruppenarbeiten muss die individuelle Leistung deutlich abgrenzbar und bewertbar sein.

(4) Studienleistungen können insbesondere sein:

Klausuren,
schriftliche Ausarbeitungen
Referate (mit oder ohne Ausarbeitung)
Fachgespräche
Arbeitsberichte, Protokolle.
Bearbeitung von Übungsaufgaben
Tests
Hausarbeiten

Die Anzahl der Leistungen, ihre Form sowie die Frist in der die Leistungen zu erbringen sind, gibt die oder der Lehrende den Studierenden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt. Die Vergabekriterien für den Leistungsnachweis dürfen während des laufenden Semesters nicht zum Nachteil der Studierenden geändert werden. Die oder der Lehrende kann den Studierenden die Nachbesserung einer Ausarbeitung (außer Klausur/ Test) unter Setzung einer Frist ermöglichen.

(5) Werden Studienleistungen schriftlich aber nicht als Aufsichtsarbeit erbracht, sind sie mit einer Erklärung gemäß § 30 Abs.9 zu versehen.

(6) Bestandene Studienleistungen können nicht wiederholt werden. Nicht bestandene Studienleistungen sind unbeschränkt wiederholbar.

 

§ 10 - Studienverlaufsplan und Studienberatung

(1) Der Studienverlaufsplan und die Übersicht über die im Haupt- und Nebenfach erforderlichen Studien- und Prüfungsleistungen (Fachspezifische Bestimmungen Teile III und IV) geben den Studierenden Hinweise für eine zielgerichtete Gestaltung seines oder ihres Studiums. Sie berücksichtigen inhaltliche Bezüge zwischen Modulen und organisatorische Bedingungen des Studienangebots.

(2) Die Fachbereiche erstellen für die Magisterfächer auf der Basis der Modulbeschreibungen und des Studienverlaufsplans ein kommentiertes Modul- und Veranstaltungsverzeichnis mit einer inhaltlichen und organisatorischen Beschreibung des Lehrangebots und aktualisieren dies für jedes Semester. Dieses soll in der letzten Vorlesungswoche des vorangegangenen Semesters veröffentlicht sein.

(3) Die Studierenden haben die Möglichkeit, während des gesamten Studienverlaufs die Studienfachberatung des für ihren Studiengang zuständigen Fachbereichs aufzusuchen. Die Studienfachberatung erfolgt durch von der Studiendekanin oder dem Studiendekan des Fachbereichs beauftragte Personen. Im Rahmen der Studienfachberatung erhalten die Studierenden Unterstützung insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studientechnik und der Wahl der Lehrveranstaltungen. Die Studienfachberatung sollte insbesondere in Anspruch genommen werden:

zu Beginn des ersten Semesters;
bei Nichtbestehen von Prüfungen und gescheiterten Versuchen, erforderliche Leistungsnachweise zu erwerben;
bei Schwierigkeiten in einzelnen Lehrveranstaltungen;
bei Studiengangs- bzw. Hochschulwechsel.

(4) Die Studienpläne für die Teilstudiengänge können den verpflichtenden Besuch der Studienfachberatung vorsehen und hierzu nähere Regelungen treffen.

(5) Neben der Studienfachberatung steht den Studierenden die Zentrale Studienberatung der Johann Wolfgang Goethe-Universität zur Verfügung. Sie unterrichtet als allgemeine Studienberatung über Studiermöglichkeiten, Inhalte, Aufbau und Anforderungen eines Studiums und berät bei studienbezogenen persönlichen Schwierigkeiten.

 

§ 11 - Aufbau der Prüfungen

(1) Die Zwischenprüfung im Hauptfach und in den beiden Nebenfächern bzw. in den beiden Hauptfächern wird in voneinander unabhängigen Prüfungsverfahren studienbegleitend als Abschluss der Module bzw. begleitend zu den Modulen der Fächer durchgeführt. In den Teilen III und IV der Fachspezifischen Bestimmungen ist festgelegt, welche Module und welche Prüfungs- und Studienleistungen zu den einzelnen Modulen für den Abschluss des Grundstudiums notwendig sind.

(2) Die Magisterprüfung wird ebenfalls in voneinander unabhängigen Prüfungs-verfahren im Hauptfach und in den beiden Nebenfächern bzw. in den beiden Hauptfächern studienbegleitend als Abschluss der Module bzw. begleitend zu den Modulen der Fächer durchgeführt. In den Teilen III und IV der Fachspezifischen Bestimmungen ist festgelegt, welche Prüfungsleistungen zu den einzelnen Modulen für den Abschluss des Hauptstudiums notwendig sind. Neben den studienbegleitenden Prüfungen beinhaltet die Magisterprüfung darüber hinaus die Anfertigung einer Magisterarbeit.

 

§ 12 - Gemeinsamer Prüfungsausschuss für Modulprüfungen

(1) Für die Organisation der Modulprüfungen in den in dieser Ordnung geregelten Magisterteilstudiengängen bilden die Fachbereiche Philosophie und Geschichtswissenschaften und Sprach- und Kulturwissenschaften einen Gemeinsamen Prüfungsausschuss. Er sorgt für die Einhaltung dieser Ordnung, insbesondere im Hinblick auf Voraussetzungen für und Anforderungen an eine Prüfung und ist insbesondere zuständig für Grundsatzfragen der im Abs.7 geregelten Angelegenheiten sowie die Koordinierung von Anträgen auf Änderung dieser Ordnung. Der Gemeinsame Prüfungsausschuss berichtet regelmäßig den Hochschulgremien und den an dieser Ordnung beteiligten Fachbereiche sowie dem Gemeinsamen Magisterprüfungsausschuss der am Magisterstudiengang ebenfalls beteiligten Fachbereichen über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten und gibt Anregungen zur Reform dieser Ordnung.

(2) Der Gemeinsame Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus:

zwei Mitgliedern der Professorengruppe aus dem Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften, wobei zwei dieser Ordnung geregelte Fächer vertreten sein sollen;
zwei Mitgliedern der Professorengruppe aus dem Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften, wobei zwei dieser Ordnung geregelte Fächer vertreten sein sollen;
einem oder einer Vorsitzenden;
zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern oder wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen; in der Regel je einer/eine pro Fachbereich sowie
zwei Studierenden der beteiligten Fachbereiche, die sich im Hauptstudium des Magisterstudienganges befinden. In der Regel je einer/eine pro Fachbereich.

(3) Der Vorsitzende oder die Vorsitzende und die Stellvertretung müssen Professoren oder Professorinnen der an dieser Ordnung beteiligten Fachbereiche sein. Sie werden vom Gemeinsamen Prüfungsausschuss vorgeschlagen und von diesem für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

(4) Die Wahl der Professoren und Professorinnen und ihrer Stellvertretung erfolgt auf Vorschlag und Wahl durch die Vertreter und Vertreterinnen ihrer Gruppe im Fachbereichsrat für die Dauer von zwei Jahren. Näheres regelt die Wahlordnung der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Wiederwahl ist zulässig.

(5) Die wissenschaftlichen Mitarbeiter und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und deren Stellvertretung werden jeweils von den beiden Fachbereichen auf Vorschlag und Wahl durch Vertreter und Vertreterinnen ihrer Gruppe im Fachbereichsrat für ein Jahr gewählt. Abs. 4 Satz 2 findet entsprechende Anwendung.

(6) Die studentischen Mitglieder und ihre Stellvertretung werden jeweils von den beiden Fachbereichen auf Vorschlag und Wahl durch Vertreter und Vertreterinnen ihrer Gruppe im Fachbereichsrat für ein Jahr gewählt. Abs. 4 Satz 2 findet entsprechende Anwendung.

(7) Der Gemeinsame Prüfungsausschuss kann die laufenden Geschäfte an den Vorsitzenden oder die Vorsitzende delegieren. Der oder die Vorsitzende leitet die Geschäftsstelle (Abs. 12) und hat insbesondere folgende Aufgaben:

1. Er oder sie lädt zu den Sitzungen des Gemeinsamen Prüfungsausschusses ein und führt bei allen Beratungen und Beschlussfassungen den Vorsitz.

2. Er oder sie entscheidet über die Zulassung zur Zwischenprüfung und zur Magisterprüfung.

3. Er oder sie entscheidet im Benehmen mit den Modulkoordinatoren oder Modulkoordinatorinnen oder der Akademischen Leitung über die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen nach Maßgabe von § 15.

4. Er oder sie bestellt die Prüfer und Prüferinnen, die Beisitzer und Beisitzerinnen für die Modulprüfungen sowie die Gutachter und Gutachterinnen für die Magisterarbeit in Absprache mit der Modulkoordination und/oder Akademischen Leitung.

5. Er oder sie entscheidet in den Fällen des § 16 Abs. 4 Satz 3 und § 17.

6. Er oder sie kann im Falle des § 33 eine Zwischenprüfung bzw. die Magisterprüfung nachträglich für "nicht bestanden" erklären.

(8) Ablehnende Entscheidungen des oder der Vorsitzenden sind schriftlich zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(9) Der Gemeinsame Prüfungsausschuss tagt nicht öffentlich. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, darunter die oder der Vorsitzende oder die oder der stellvertretende Vorsitzende anwesend sind und die Stimmenmehrheit der Professorinnen und Professoren gewährleistet ist. Für Beschlüsse ist die Zustimmung der Mehrheit der Anwesenden erforderlich. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag. Bei Angelegenheiten, die die Prüfung eines Mitglieds des Prüfungsausschusses betreffen, ruht dessen Mitgliedschaft in Bezug auf diese Angelegenheit und wird durch den Stellvertreter oder die Stellvertreterin wahrgenommen. Dies gilt nicht bei rein organisatorischen Sachverhalten.

(10) Die Mitglieder des Gemeinsamen Prüfungsausschusses und deren Stellvertretung unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

(11) Die Mitglieder des Gemeinsamen Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme von Prüfungen beizuwohnen.

(12) Geschäftsstelle des Gemeinsamen Prüfungsausschusses ist die Philosophische Promotionskommission (im folgenden "Prüfungsamt").

 

§ 13 - Akademische Leitung und Modulkoordination

(1) Der Fachbereichsrat bestellt einen Professor oder eine Professorin, der oder die das Magisterfach in der Lehre vertritt, als akademischen Leiter oder Leiterin des Teilstudienganges. Dieser oder diese plant und koordiniert modulübergreifend das Lehrveranstaltungsangebot des Faches. Die Verantwortung des Dekanats für die Sicherstellung des Lehrangebots bleibt hiervon unberührt.

(2) Für jedes Modul ernennt die Akademische Leitung aus dem Kreis der Lehrenden des Moduls einen Modulkoordinator oder eine Modulkoordinatorin. Dieser oder diese muss Professorin oder Professor oder ein auf Dauer beschäftigtes wissenschaftliches Mitglied des Fachbereichs sein. Dieser oder diese ist für alle das Modul betreffenden inhaltlichen Abstimmungen und organisatorischen Aufgaben zuständig. Dazu gehören insbesondere Vorschläge für die Prüfer, Prüferinnen, Beisitzer und Beisitzerinnen der Modulprüfungen (gem. § 14) sowie die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen nach Maßgabe von § 15.

 

§ 14 - Prüfungsbefugnis; Beisitz bei mündlichen Prüfungen

(1) Zur Abnahme von Modulprüfungen sind Professoren und Professorinnen, Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen, entpflichtete und in den Ruhestand getretene Professoren und Professorinnen, Hochschuldozenten und Hochschuldozentinnen, Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen, außerplanmäßige Professoren und Professorinnen, Privatdozenten und Privatdozentinnen sowie wissenschaftliche Mitglieder und Lehrbeauftragte befugt, die Lehrveranstaltungen anbieten, in denen Prüfungsbestandteile absolviert werden können oder müssen. Die Beteiligung wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Prüfungen setzt voraus, dass ihnen für das Prüfungsfach ein Lehrauftrag erteilt worden ist.

(2) Zum Beisitzer oder Beisitzerin darf nur bestellt werden, wer Mitglied, Angehöriger oder Angehörige der Johann Wolfgang Goethe-Universität ist und mindestens die Magisterprüfung in dem gleichen Fach oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.

(3) Die Studierenden können für die Magisterarbeit den Erstgutachter oder Erstgutachterin (Betreuer oder Betreuerin) sowie den Zweitgutachter oder Zweitgutachterin gemäß § 30 Abs. 3 vorschlagen. Diesem Vorschlag ist nach Möglichkeit zu folgen; ein Rechtsanspruch auf Bestellung bestimmter Gutachter oder Gutachterinnen besteht nicht.

(4) Für die Prüfer, Prüferinnen, Gutachter, Gutachterinnen, Beisitzer und Beisitzerinnen gilt § 12 Abs. 10 entsprechend.

 

§ 15 - Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen u. Prüfungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen gemäß Abs. 2 bis 5 werden in der Regel nur angerechnet, wenn sie nicht mehr als fünf Kalenderjahre vor der Aufnahme des Magisterstudiums an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main erbracht worden sind. Über Ausnahmen entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses unter Berücksichtigung des aktuellen Wissenstandes und im Benehmen mit der zuständigen Modulkoordination.

(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in denselben Fächern des Magisterstudienganges an einer deutschen Hochschule erbracht wurden, werden für die Zwischenprüfung bzw. Magisterprüfung angerechnet. Soweit die Zwischenprüfung Fachgebiete bzw. Module nicht enthält, die an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Gegenstand der Zwischenprüfung im jeweiligen Fach sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich.

(3) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in anderen Fächern des Magisterstudienganges oder in anderen Studiengängen erbracht wurden, werden angerechnet, soweit sie gleichwertig sind. Gleichwertigkeit ist gegeben, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Faches an der Johann Wolfgang Goethe-Universität im wesentlichen entsprechen. Bei der Feststellung der Gleichwertigkeit ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb Deutschlands erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten. Das Europäische-Kredit-Transfer-System (ECTS) wird dabei berücksichtigt. Bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit kann die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden.

(4) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien sowie an anderen Bildungseinrichtungen, insbesondere an staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademien gelten die Absätze 1 bis 3 entsprechend.

(5) Maximal 60 CP der erforderlichen Prüfungsleistungen der Magisterzwischen-prüfung für die einzelnen Prüfungsfächer bzw. der Magisterprüfung insgesamt können aus anderen Studiengängen oder Teilstudiengängen anerkannt werden. Die Anrechnung einer Abschlussarbeit aus anderen Studiengängen als Magisterarbeit ist in der Regel ausgeschlossen. Über Ausnahmen entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses im Benehmen mit der Akademischen Leitung.

(6) Werden Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - im Zeugnis zu kennzeichnen und in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Die angerechneten Studien- und Prüfungsleistungen werden mit dem Hinweis auf ihre Herkunft versehen.

(7) Der Antrag auf Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen gemäß Absatz 2-4 ist unter Vorlage der entsprechenden Unterlagen an den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses zu richten.

 

§ 16- Prüfungstermine, Meldefristen und Meldeverfahren für die Modulprüfungen

(1) Die Termine für die Modulprüfungen bzw. Modulteilprüfungen (§ 19) werden vom Modulkoordinator oder der Modulkoordinatorin im Einvernehmen mit der Akademischen Leitung und den Prüfern und Prüferinnen festgelegt. Das Prüfungsamt gibt möglichst frühzeitig, spätestens vier Wochen vor den Prüfungsterminen, in einem Prüfungsplan Zeit und Ort der Prüfungen sowie die Namen der beteiligten Prüfer bekannt. Die Prüfungstermine sind im Internet zu veröffentlichen. Muss aus zwingenden Gründen von diesem Prüfungsplan abgewichen werden, so ist die Neufestsetzung des Termins nur mit Genehmigung der Modulkoordination im Einvernehmen mit den Prüfern oder den Prüferinnen zulässig.

(2) Zu jeder Modulprüfung bzw. Modulteilprüfung ist eine schriftliche Meldung innerhalb der Meldefrist erforderlich; andernfalls ist die Erbringung der Prüfungsleistung ausgeschlossen. Die Meldung zu den Modulabschlussprüfungen erfolgt beim Prüfungsamt. Die Meldung zu einer Modulteilprüfung erfolgt bei der Veranstaltungsleitung; diese leitet die Meldung an das Prüfungsamt weiter. Über eine Nachfrist für die Meldung zu einer Modulabschlussprüfung in begründeten Fällen entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses auf Antrag des oder der Studierenden. Über eine Nachfrist für die Meldung zu einer Modulteilprüfung in begründeten Fällen entscheidet die Veranstaltungsleitung.

(3) Der oder die Studierende kann sich zu einer Modul- bzw. Modulteilprüfung nur anmelden, soweit er oder sie zur Magisterprüfung zugelassen ist (§ 27), und die entsprechende Modul- bzw. Modulteilprüfung noch nicht endgültig nicht bestanden hat. Beurlaubte Studierende können keine Modul- bzw. Modulteilprüfungen ablegen.

(4) Die Meldung zu einer Modul- bzw. Modulteilprüfung gilt als endgültig, wenn sie nicht durch schriftliche Erklärung bis zum Rücktrittstermin beim Prüfungsamt zurückgezogen wird. Meldetermine und Rücktrittstermine werden durch den Prüfer oder der Prüferin zu Beginn eines jeden Semesters, spätestens jedoch 4 Wochen vor dem Prüfungstermin am Institut des Prüfenden, beim Prüfungsamt oder durch andere geeignete Maßnahmen bekannt gegeben. Wird die Anmeldung bis zum festgelegten Rücktrittstermin nicht zurückgenommen, wird die versäumte Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. § 17 Abs. 1 und Abs. 2 gelten entsprechend. § 17 Abs. 3 findet mit der Maßgabe Anwendung, dass der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses möglichst vor dem Prüfungstermin entscheidet, ob die Gründe anerkannt werden.

 

§ 17 - Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der oder die Studierende einen für ihn oder sie bindenden Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er oder sie nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des oder der Studierenden ist ein ärztliches Attest vorzulegen; in Zweifelsfällen kann der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses ein amtsärztliches Attest verlangen. Der Krankheit des oder der Studierenden steht die Krankheit oder Betreuung eines von ihm oder ihr überwiegend allein zu versorgenden Kindes oder eines nahen Angehörigen (Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner) gleich.

(3) Der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses entscheidet darüber, ob die geltend gemachten Gründe anerkannt werden. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Prüfungstermin anberaumt. Ablehnende Entscheidungen des oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses sind dem oder der Studierenden unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Dem oder der Studierenden ist vor der Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Versucht der oder die Studierende das Ergebnis einer Studien- oder Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die Prüfungs- oder Studienleistung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Der Versuch einer Täuschung liegt auch dann vor, wenn der oder die Studierende nicht zugelassene Hilfsmittel während und nach Austeilung von Klausuraufgaben oder eine vergleichbare Aufgabenstellung bei sich führt oder eine falsche Erklärung nach § 22 Abs. 6 und § 30 Abs. 9 abgibt.

(5) Studierende, die trotz einmaliger Verwarnung weiterhin den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stören, können von dem jeweiligen Prüfer oder Prüferin oder bei schriftlichen Prüfungsleistungen von der aufsichtsführenden Person von der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.

(6) Wird eine Prüfung gemäß Abs. 4 oder 5 mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, kann der oder die Studierende innerhalb von zwei Wochen beim Vorsitzenden oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses einen begründeten Einspruch einlegen. Die Entscheidung des oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses ist dem oder der Studierenden schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

 

§ 18 - Nachteilsausgleich

(1) Im Prüfungsverfahren ist auf Art und Schwere einer Behinderung des oder der Studierenden Rücksicht zu nehmen. Macht der oder die Studierende durch ein ärztliches Attest glaubhaft, dass er oder sie wegen lang andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfungsleistung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, kann dies durch eine Verlängerung der Bearbeitungszeit oder eine andere Gestaltung des Prüfungsverfahrens ausgeglichen werden. Die fachlichen Anforderungen dürfen jedoch nicht geringer bemessen werden.

Entsprechendes gilt für Studienleistungen. Auf Verlangen ist ein amtsärztliches Attest vorzulegen.

(2) Entscheidungen nach Abs. 1 trifft der Prüfer oder die Prüferin auf schriftlichen Antrag des oder der Studierenden bei der Meldung zur Prüfungsleistung; in Zweifelsfällen entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses.

 

§ 19 - Modulprüfungen; Prüfungsformen; Kreditpunkte (CP)

(1) Die Module werden in der Regel durch Prüfungen abgeschlossen, deren Ergebnisse in die Gesamtbewertung der Magisterprüfung eingehen. Die Prüfungen zu den Modulen werden als Abschluss des Moduls oder aus der Kumulation mehrerer Teilprüfungen im zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den Modulen durchgeführt. Nach Maßgabe der Teile III und IV der Fachspezifischen Bestimmungen kann eine Modulprüfung aus mehreren Teilprüfungen bestehen. In diesem Fall muss jede Teilleistung für sich bestanden sein.

(2) Die Abschlussprüfung zu einem Modul bezieht sich auf die im Modul vermittelten Kompetenzen und exemplarischen Inhalte.
Ist die Prüfung einer einzelnen Lehrveranstaltung eines Moduls zugeordnet, werden deren Inhalte und Methoden abgeprüft. Die Prüfungsinhalte der Module sind in den Modulbeschreibungen festgelegt.

(3) Die Prüfungsleistungen werden durch Klausurarbeiten, mündliche Prüfungen oder sonstige Prüfungsformen erbracht. Sonstige Prüfungsformen sind Referate mit oder ohne schriftliche Ausarbeitung, Hausarbeiten, Übungsaufgaben, Protokolle oder vergleichbare Formen, die eine Bewertung des individuellen Lernerfolges in einem Modul erlauben.

(4) Die Prüfungsformen, in denen die einzelnen Prüfungsleistungen zu erbringen sind, sind in den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV festgelegt. Die Modulbeschreibung kann für die modulabschließende Prüfung oder für die Modulteilprüfungsleistungen je zwei alternative Prüfungsformen vorsehen. Soweit die Modulbeschreibung alternative Prüfungsformen zulässt, muss die oder der Prüfende die erforderliche Festlegung treffen. Die Prüfungsform ist den Studierenden spätestens bei der Bekanntgabe des Prüfungstermins mitzuteilen.

(5) Die Prüfungen werden in der Regel in Deutsch abgenommen, sofern diese nach den Regelungen in den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV nicht in einer Fremdsprache durchzuführen sind.

(6) Das Ergebnis der Modulprüfung bzw. der Teilprüfungen eines Moduls ist durch den Prüfer oder die Prüferin schriftlich festzuhalten und dem Prüfungsamt unverzüglich zuzuleiten. Das Prüfungsdatum, die Prüfungsform und die Prüfungsdauer sowie die dazugehörige Bezeichnung des Moduls sind aufzunehmen. Weiterhin sind alle Vorkommnisse, insbesondere Vorkommnisse nach § 17 mitzuteilen, welche für die Feststellung des Prüfungsergebnisses von Belang sind.

(7) Kreditpunkte für ein Modul werden nur dann vergeben, wenn die für das Modul erforderlichen Leistungs- und Teilnahmenachweise vorliegen und die Modulprüfung erfolgreich abgelegt wurde. Die für ein erfolgreich abgeschlossenes Modul erforderliche CP-Zahl ergibt sich aus den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV.

(8) Modulteilprüfungen werden nur einmalig für ein Modul des Magisterstudienganges angerechnet.

(9) Für jeden zur Magisterprüfung zugelassenen Studierenden wird ein Kreditpunktekonto für die erbrachten Prüfungsleistungen beim Prüfungsamt eingerichtet. Im Rahmen organisatorischer Möglichkeiten kann der oder die Studierende jederzeit Einsicht in den Stand seines Kontos nehmen.

 

§ 20 - Mündliche Prüfungsleistungen

(1) Mündliche Prüfungen werden von einem Prüfer oder einer Prüferin in Gegenwart eines Beisitzers oder einer Beisitzerin als Einzelprüfung oder als Gruppenprüfung mit höchstens fünf Studierenden abgehalten.

(2) Die Dauer der mündlichen Prüfung soll je Studierenden mindestens 15 Minuten und höchstens 30 Minuten betragen, soweit in den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV für die Modulprüfung keine abweichende Regelung getroffen ist.

(3) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung sind von dem Beisitzer oder der Beisitzerin in einem Protokoll festzuhalten. Das Prüfungs-protokoll ist von dem Prüfer oder der Prüferin und dem Beisitzer oder der Beisitzerin zu unterzeichnen. Vor der Festsetzung der Note ist der Beisitzer oder die Beisitzerin zu hören.

(4) Das Ergebnis der mündlichen Prüfung ist dem Studierenden im Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben und auf unverzüglich geäußerten Wunsch näher zu begründen; die gegebene Begründung ist in das Protokoll aufzunehmen. Das Protokoll ist dem Prüfungsamt unverzüglich zuzuleiten.

(5) Studierende, die sich zu einem späteren Prüfungstermin der gleichen Modul- oder Modulteilprüfung unterziehen wollen, sollen nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörer oder Zuhörerin zugelassen werden, es sei denn, der oder die zu prüfende Studierende widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

 

§ 21 - Klausurarbeiten

(1) Klausurarbeiten beinhalten die Beantwortung einer Aufgabenstellung oder mehrerer Fragen. In den Klausurarbeiten soll der oder die Studierende nachweisen, dass er oder sie in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln ein Problem mit den geläufigen Methoden der studierten Fächer erkennen und Wege zu einer Lösung finden kann.

(2) Die Studienpläne bzw. Modulbeschreibungen können "Multiple choice" Fragen in der Klausur zulassen (bis zu 25% des Aufgabenumfangs). Bei der Aufstellung der Multiple choice- Fragen und des Antwortkataloges ist festzulegen, ob eine oder mehrere Antworten zutreffend sind.

(2) Die Bearbeitungszeit einer Klausurarbeit soll sich am Umfang des zu prüfenden Moduls orientieren. Soweit in den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV keine Regelung getroffen ist, beträgt sie 90 Minuten.

(3) Das Bewertungsverfahren der Klausuren soll 4 Wochen nicht überschreiten.

(4) Mit "nicht ausreichend" bewertete Klausurarbeiten sind im Falle ihrer letztmaligen Wiederholung von einem zweiten Prüfer oder einer zweiten Prüferin zu bewerten. Bei Abweichung der Noten der beiden Prüfer oder Prüferinnen errechnet sich die Note der Klausurarbeit in entsprechender Anwendung von § 23 Abs. 3 aus dem Durchschnitt der beiden Noten.

 

§ 22 - Hausarbeiten

(1) Mit einer Hausarbeit soll die oder der Studierende zeigen, dass sie oder er in der Lage ist, ein Problem aus einem Fachgebiet selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

(2) Eine Hausarbeit kann als Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der Einzelnen aufgrund objektiver Kriterien erkennbar ist.

(3) Der oder dem Studierenden kann Gelegenheit gegeben werden, ein Thema vorzuschlagen; die Ausgabe des Themas erfolgt durch den Prüfer oder die Prüferin, der oder die den Ausgabezeitpunkt der Hausarbeit dokumentiert. Die Bearbeitungsdauer und/oder der Umfang der Hausarbeit wird in den Modulbeschreibungen festgelegt.

(4) Die Hausarbeit ist fristgerecht in einfacher Ausfertigung bei der Prüferin oder dem Prüfer einzureichen; im Falle des Postwegs ist der Poststempel entscheidend. Die Abgabe der Hausarbeiten ist durch die Prüferin oder den Prüfer aktenkundig zu machen.

(5) Die Bewertung der Hausarbeit durch die Prüferin oder dem Prüfer soll binnen sechs Wochen nach Einreichung erfolgt sein; die Beurteilung ist schriftlich zu begründen.

(6) Die oder der Studierende hat eine schriftliche Erklärung abzugeben, dass sie oder er die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.

(7) Für sonstige nicht unter Aufsicht angefertigte schriftliche Prüfungsarbeiten finden die Abs.2 bis 6 entsprechende Anwendung.

(8) Im Übrigen gilt § 21 Abs. 4.

 

§ 23 - Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Für die Benotung der Prüfungsleistungen zu den Modulen und der Magisterarbeit sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut, für eine hervorragende Leistung;

2 = gut, für eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;

3 = befriedigend, für eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;

4 = ausreichend, für eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;

5 = nicht ausreichend, für eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

(2) Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt werden; die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(3) Setzt sich eine Modulprüfung aus mehreren Teilprüfungen zusammen, errechnet sich die Note des Moduls aus dem Durchschnitt der Noten der einzelnen bestandenen Teilprüfungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt. Alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

Die Note lautet:

Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 - sehr gut
bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 - gut
bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 - befriedigend
bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 - ausreichend
bei einem Durchschnitt ab 4,1 - nicht ausreichend.

(4) Für die Zwischenprüfung wird je Prüfungsfach eine Gesamtnote gebildet. Diese errechnet sich aus den Modulnoten des Prüfungsfaches, die unter Berücksichtigung der zugehörigen CP nach Maßgabe der Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV verschieden gewichtet sein können.

Die Gesamtnote einer bestandenen Zwischenprüfung im Prüfungsfach lautet:

Bei einem Durchschnitt bis 1,5 - sehr gut
bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 - gut
bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 - befriedigend
bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 - ausreichend.

(5) Für die Magisterprüfung wird eine Gesamtnote gebildet. Diese errechnet sich aus den Fachnoten, die entsprechend Abs. 4 ermittelt werden. Bei der Bildung der Gesamtnote wird das Hauptfach bzw. die Hauptfächer sowie die Magisterarbeit doppelt gewichtet.

(6) Werden alle Prüfungsleistungen zu den Modulen und die Magisterarbeit mit der Note "sehr gut" (1,0) bestanden, wird für die Magisterprüfung das Gesamturteil "Mit Auszeichnung" erteilt.

(7) Die Gesamtnote wird ergänzt durch eine ECTS-Note, die in das Diploma-Supplement aufgenommen wird. Die ECTS-Bewertungsskala berücksichtigt statistische Gesichtspunkte der Bewertung wie folgt:

A = die Note, die die besten 10% derjenigen, die die Magisterprüfung bestanden haben, erzielen,

B = die Note, die die nächsten 25 %,

C = die Note, die die nächsten 30 %,

D = die Note, die die nächsten 25 %,

E = die Note, die die nächsten 10 % erzielen.

Die Berechnung erfolgt durch das Prüfungsamt aufgrund der statistischen Auswertung der Prüfungsergebnisse. Hierbei soll ein Zeitraum von 3 Jahren zugrunde gelegt werden. Für die Bezugsgruppen (Hauptfach mit Magisterarbeit) sind Mindestgrößen festzulegen, damit tragfähige Aussagen möglich sind. So lange sich entsprechende Datenbanken noch im Aufbau befinden, bestimmt der Gemeinsame Prüfungsausschuss ein geeignetes Verfahren zur Ermittlung der relativen Gesamtnoten.

 

§ 24 - Nichtbestehen u. Wiederholung einzelner Prüfungen, Fristen f. d. Wiederholung

(1) Prüfungsleistungen zu Modulen, die mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet wurden oder nach § 15 Abs. 4 und § 16 als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet gelten, sind nicht bestanden.

(2) Die Noten der schriftlichen Prüfungsleistungen (Ausnahme Magisterarbeit) werden von den Prüfenden bekannt gegeben. Der Gemeinsame Prüfungsausschuss kann festlegen, dass die Noten unter Wahrung schutzwürdiger Interessen der Betroffenen und allgemeiner datenschutzrechtlicher Regelungen hochschulöffentlich bekannt gegeben werden.

(3) Nicht bestandene Prüfungsleistungen zu Modulen können zweimal wiederholt werden.

(4) Eine erstmalig nicht bestandene Modulprüfung bzw. Modulteilprüfung ist im nächsten Prüfungstermin zu wiederholen, ansonsten gilt sie als erstmals nicht bestanden. § 17 Abs. 1 bis 3 gelten entsprechend. Die Frist beginnt mit der Bekanntgabe des Ergebnisses der Modulprüfung, bei der auf die Wiederholungsmöglichkeiten und -fristen hinzuweisen ist. Wird die Frist zur zweiten Wiederholung versäumt, erlischt der Prüfungsanspruch, es sei denn, der oder die Studierende hat das Versäumnis nicht zu vertreten; hierüber entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschuss auf Antrag des oder der Studierenden. Bei nicht zu vertretendem Überschreiten der Wiederholungsfrist sind die Prüfungen unverzüglich nach Wegfall der Gründe für die Überschreitung nachzuholen. Der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses setzt hierfür Termine fest.

(5) Eine nicht bestandene Magisterarbeit kann einmal mit neuem Thema wiederholt werden. Die Aufgabenstellung muss spätestens innerhalb eines Jahres nach Mitteilung des ersten Ergebnisses erfolgen; Abs. 4 Sätze 2-5 gelten entsprechend. Im Übrigen findet § 30 für die Wiederholung der Magisterarbeit mit der Maßgabe Anwendung, dass eine Rückgabe des Themas der Magisterarbeit nur möglich ist, soweit von der Rückgabe beim ersten Versuch noch kein Gebrauch gemacht wurde.

 

§ 25 - Endgültiges Nichtbestehen der Zwischenprüfung bzw. Magisterprüfung

(1) Die Zwischenprüfung im Prüfungsfach ist endgültig nicht bestanden, wenn eine Prüfungsleistung auch in ihrer letztmaligen Wiederholung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet wurde oder nach § 17 als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet gilt oder der Prüfungsanspruch wegen Überschreiten der Wiederholungsfristen erloschen ist oder ein Pflichtmodul nicht in der in den Fachspezifischen Bestimmungen vorgesehenen Zeit abgeschlossen wurde.

(2) Die Magisterprüfung ist endgültig nicht bestanden wenn

a) eine Prüfungsleistung auch in ihrer letztmaligen Wiederholung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet wurde oder nach § 17 als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet gilt;

b) die Magisterarbeit zum zweiten Mal mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet wurde oder gemäß § 17 als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet gilt;

c) der Prüfungsanspruch wegen Überschreiten der Wiederholungsfristen erloschen ist.

(3) Studierende, die die Zwischenprüfung im Nebenfach endgültig nicht bestanden haben, können einmal das Nebenfach wechseln.

(4) Ist die Zwischenprüfung oder die Magisterprüfung in den studierten Fächern insgesamt endgültig nicht bestanden, so erlässt der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses einen Bescheid mit Angaben aller Prüfungsleistungen und den Gründen für das Nichtbestehen der Zwischen- bzw. der Magisterprüfung. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen und dem Studierenden bekannt zu geben.

(5) Hat ein Studierender die Zwischen- bzw. Magisterprüfung begonnen aber noch nicht abgeschlossen, so wird ihm oder ihr auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung oder des Nachweises des Studiengangs- bzw. des Fachwechsels durch das Prüfungsamt eine Bescheinigung ausgestellt, welche die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt, dass die Zwischenprüfung bzw. Magisterprüfung nicht bestanden ist.

 

§ 26 - Zeugnis, Hochschulgrad, Magisterurkunde und Diploma-Supplement

(1) Über die bestandene Zwischenprüfung im Prüfungsfach ist unverzüglich, innerhalb von 4 Wochen nach Abschluss der Zwischenprüfung ein Zeugnis auszustellen. Das Zeugnis enthält die Module mit den in ihnen erzielten Noten sowie die Gesamtnote und die insgesamt erreichten CP. Das Zeugnis ist von einem Mitglied des Dekanats des für den Magisterteilstudiengang zuständigen Fachbereichs zu unterzeichnen und mit dem Siegel der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu versehen. Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist.

(2) Über die bestandene Magisterprüfung ist unverzüglich, innerhalb von 4 Wochen nach Abschluss der Magisterprüfung ein Zeugnis auszustellen. Das Zeugnis enthält die Prüfungsfächer der Magisterprüfung, die hierfür erzielten Noten, das Thema der Magisterarbeit und deren Note sowie die Gesamtnote und die für die Prüfungsfächer insgesamt erreichten CP. Das Zeugnis der Magisterprüfung ist vom Studiendekan oder der Studiendekanin des Fachbereichs zu unterzeichnen in dem die Magisterarbeit erstellt wurde und mit dem Siegel der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu versehen. Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Ist die letzte Prüfungsleistung die Magisterarbeit, trägt das Zeugnis das Datum des Tages des Abgabetermins der Magisterarbeit.

(3) Gleichzeitig mit dem Zeugnis für die Magisterprüfung wird dem Studierenden eine Magisterurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Magistergrades gemäß § 3 beurkundet. Die Magisterurkunde wird von dem Dekan oder der Dekanin des Hauptfaches, in dem die Magisterarbeit geschrieben worden ist, unterzeichnet und mit dem Siegel der Johann Wolfgang Goethe-Universität versehen. Mit der Aushändigung der Urkunde erhält der Studierende das Recht, den akademischen Grad eines Magister Artium oder Magistra Artium zu führen.

(4) Neben dem Zeugnis für die Magisterprüfung und der Magisterurkunde stellt das Prüfungsamt ein Diploma-Supplement (in Deutsch und Englisch) aus, das Angaben über Studieninhalte, Studienverlauf und die mit dem Abschluss erworbenen akademischen und beruflichen Qualifikationen enthält.

 

III. Magisterprüfung

 

§ 27 - Zulassung zur Magisterprüfung

(1) Die Zulassung zur Magisterprüfung im Prüfungsfach (Haupt- oder Nebenfach) ist rechtzeitig - spätestens 2 Wochen - vor der ersten Prüfungsleistung gemäß Abs.2 beim Gemeinsamen Prüfungsausschuss zu beantragen. Zur Magisterprüfung kann nur zugelassen werden, wer zum Zeitpunkt der Antragstellung

1. im Magisterstudiengang an der Johann Wolfgang Goethe-Universität immatrikuliert ist;

2. den Prüfungsanspruch im Prüfungsfach mit dem Überschreiten der Fristen für die Meldung zur oder die Ablegung der Zwischenprüfung bzw. Magisterprüfung im Prüfungsfach nicht verloren hat.

(2) Der Antrag auf Zulassung zur Magisterprüfung ist schriftlich an den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses zu stellen.

Dem Antrag sind beizufügen:

1. ggf. Nachweise der nach den Modulbeschreibungen bzw. Studienplänen geforderten Fremdsprachenkenntnisse (Fachspezifische Bestimmungen Teile III b und IV b); § 28 Abs. 3 bleibt unberührt.

2. eine Erklärung darüber, ob der oder die Studierende bereits eine Zwischen- oder Magisterprüfung in demselben Prüfungsfach endgültig nicht bestanden oder seinen oder ihren Prüfungsanspruch in einem solchen Studiengang verloren hat oder sich in einem solchen Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.

 

§ 28 - Entscheidung über die Zulassung zur Magisterprüfung

(1) Über die Zulassung entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses. In Zweifelsfällen ist der oder die Studierende zu hören.

(2) Die Zulassung darf nur versagt werden, wenn die in § 27 Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt oder die Unterlagen nach § 27 Abs. 2 unvollständig sind oder der oder die Studierende die Zwischen- oder die Magisterprüfung im Prüfungsfach endgültig nicht bestanden hat oder sich in dem Prüfungsfach in einem noch nicht abgeschlossenen Prüfungsverfahren befindet oder den Prüfungsanspruch verloren hat.

(3) Die geforderten Sprachnachweise nach § 27 Abs. 2 Ziff. 1 müssen spätestens nach Abschluss der letzten Prüfungsleistung der Zwischenprüfung beim Vorsitzenden oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses vorgelegt werden, sofern nicht in den Fachspezifischen Bestimmungen andere Regelungen getroffen sind. Andernfalls ist die Zwischenprüfung in dem jeweiligen Prüfungsfach nicht abgeschlossen.

 

§ 29 - Umfang der Zwischenprüfung und Magisterprüfung

(1) Die Zwischenprüfung und Magisterprüfung setzt sich zusammen aus den Modulprüfungen bzw. Modulteilprüfungen der gemäß den Fachspezifischen Bestimmungen Teile III und IV zugehörigen Modulen (Pflichtmodule und/ oder Wahlpflichtmodule)

(2) Im Hauptfach wird eine Magisterarbeit gem. § 30 erstellt.

(3) Die Wählbarkeit von Wahlpflichtmodulen nach Abs.1 kann bei fehlender Kapazität durch Beschluss des Fachbereichsrates eingeschränkt werden. Die Einschränkung wird den Studierenden rechtzeitig bekannt gegeben (z.B. UnivIS, Internet).

 

§ 30 - Magisterarbeit

(1) Die Magisterarbeit wird im Hauptfach, bei Fächerkombination mit 2 Hauptfächern in einem der gewählten Hauptfächer, geschrieben. Der oder die Studierende soll in der Magisterarbeit nachweisen, dass er oder sie imstande ist, eine Fragestellung des Hauptfaches selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen.

(2) Die Zulassung zur Magisterarbeit kann beantragen, wer mindestens 90 CP im Hauptfach des Magisterstudienganges erworben hat, sofern nicht in den Fachspezifischen Bestimmungen Teil III e andere Regelungen getroffen sind.

(3) Die Ausgabe des Themas der Magisterarbeit ist bei dem oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses nach erfolgreichem Abschluss der geforderten Modulprüfungen im Hauptfach, in dem er die Magisterarbeit anfertigt, zu beantragen.

(4) Der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses bestellt unter der Berücksichtigung des Vorschlags des Studierenden den Betreuer oder die Betreuerin, der oder die das Thema der Magisterarbeit nach Anhörung des Studierenden stellt, sowie den Zweitgutachter oder die Zweitgutachterin. Bei interdisziplinärer Themenstellung kann der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses einen Prüfungsberechtigten oder eine Prüfungsberechtigte aus einem anderen Prüfungsfach bestellen. Thema und Ausgabedatum werden durch den oder die Betreuende dem oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses schriftlich mitgeteilt. Der Zeitpunkt der Ausgabe des Themas ist aktenkundig zu machen.

(5) Betreuer können sein: Professoren, Professorinnen, Juniorprofessoren, Juniorprofessorinnen, Hochschuldozenten, Hochschuldozentinnen, außerplanmäßige Professoren oder Professorinnen, Privatdozenten, Privatdozentinnen. Professoren oder Professorinnen, die aus dem aktiven Dienst der Johann Wolfgang Goethe- Universität ausgeschieden sind oder an eine andere Universität berufen worden sind, können in der Regel bis zu einem Jahr nach ihrem Ausscheiden aus der Johann Wolfgang Goethe -Universität die Magisterarbeit weiter betreuen. Für Zweitgutachter und Zweitgutachterinnen gilt § 14 Abs. 1. Bei besonderem Bedarf kann auf Antrag des Direktoriums eines Instituts im Einvernehmen mit dem Fachbereichrat die Betreuungsbefugnis auf wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgedehnt werden. §12 Abs. 7 Ziff. 4 bleibt davon unberührt.

(6) Die Frist für die Anfertigung der Magisterarbeit ab Zeitpunkt der Vergabe beträgt sechs Monate. Das Thema und die Aufgabenstellung der Magisterarbeit müssen so lauten, dass die zur Bearbeitung vorgesehene Zeit eingehalten werden kann. Wird die Magisterarbeit aus triftigen Gründen länger als 8 Wochen unterbrochen (z.B. Prüfungsunfähigkeit), ist ein neues Thema zu stellen. Die Bearbeitungszeit muss durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses im Einvernehmen mit dem Betreuer oder der Betreuerin auf Antrag des Prüflings bis zu zwei Monate verlängert werden, wenn Gründe vorliegen, die der Prüfling nicht zu vertreten hat. Das Thema der Magisterarbeit kann einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate nach Rücksprache mit dem Betreuer oder der Betreuerin zurückgegeben werden. Wird das Thema zu einem späteren Zeitpunkt zurückgegeben, ist die Magisterarbeit nicht bestanden.

(7) Die Magisterarbeit ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen. In Ausnahmefällen kann auf Antrag des Studierenden die Arbeit auch in einer Fremdsprache geschrieben werden. Ist die Arbeit in einer Fremdsprache verfasst, muss sie als Anhang eine Zusammenfassung in deutscher Sprache enthalten. Über den Antrag entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses nach Anhörung des Betreuers oder der Betreuerin.

(8) Die Magisterarbeit kann auf Antrag in Form einer Gruppenarbeit erbracht werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag des einzelnen Prüflings aufgrund der Angabe von Abschnitten und Seitenzahlen eine eindeutige Abgrenzung ermöglicht, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllt. Über den Antrag entscheidet der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses nach Anhörung des Betreuers oder der Betreuerin.

(9) Mit der Magisterarbeit ist eine Versicherung abzugeben, dass der oder die Studierende die Magisterarbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen durch Angabe der Quellen kenntlich gemacht werden. Bei der Ablieferung von Zeichnungen, Skizzen, Plänen und bildlichen Darstellungen ist außerdem anzugeben, ob sie selbstständig oder nach eigenen Angaben durch andere ausgeführt oder von anderen übernommen worden sind. Diese Versicherung ist in die Magisterarbeit einzubinden.

(10) Die Magisterarbeit ist maschinengeschrieben in vier gebundenen und paginierten Exemplaren einzureichen. Zeichnungen, Skizzen, Pläne und bildliche Darstellungen brauchen im Original nur in zwei Exemplaren abgegeben zu werden; die restlichen Exemplare können Kopien beinhalten. Von den eingereichten Exemplaren erhalten je eines der Gemeinsame Prüfungsausschuss, die zuständige Bibliothek (mit Einverständnis des Prüflings) und die Gutachter.

 

§ 31 - Annahme und Bewertung der Magisterarbeit

(1) Die Magisterarbeit ist fristgerecht im Prüfungsamt abzugeben; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Im Falle des Postwegs ist das Datum des Poststempels entscheidend. Wird die Magisterarbeit nicht fristgerecht abgeliefert, wird sie mit "nicht bestanden (5,0)" gewertet.

(2) Der Betreuer oder die Betreuerin der oder die das Thema der Arbeit vergeben hat, erstattet ein Gutachten zur Magisterarbeit, das mit einer Benotung gemäß § 23 Abs. 1 und Abs. 2 schließt. Das Gutachten soll spätestens fünf Wochen nach dem Tage, an dem er oder sie die Arbeit erhalten hat, an den zweiten bestellten Gutachter oder die zweite bestellte Gutachterin weitergeleitet werden. Stimmen die beiden Bewertungen überein kann sich der Zweitgutachter oder die Zweitgutachterin auf Mitzeichnung beschränken. Bei abweichender Bewertung legt er oder sie ein eigenes Gutachten vor. Der Zweitgutachter oder die Zweitgutachterin leitet die beiden Gutachten innerhalb von drei Wochen an das Prüfungsamt weiter. Stimmen die Beurteilungen der Gutachten überein, so ist dies die Note der Magisterarbeit. Bei nicht übereinstimmenden Beurteilungen errechnet sich die Note aus dem Durchschnitt der Beurteilungen gemäß § 23 Abs. 3. Falls das Prüfungsfach, in dem die Magisterarbeit angefertigt wird, nur von einem oder einer Prüfungsberechtigten an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vertreten wird, was von dem oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses festzustellen ist, so beurteilt dieser oder diese Prüfungsberechtigte die Magisterarbeit allein.

(3) Wird die Magisterarbeit von einem der beiden Prüfenden mit "nicht ausreichend" (5,0) beurteilt, bestellt der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses einen dritten Gutachter oder eine dritte Gutachterin nach Maßgabe von § 14 Abs. 1. Sind zwei Beurteilungen "nicht ausreichend" (5,0) ist die Note der Magisterarbeit "nicht ausreichend" (5,0).

(4) Ist die Gesamtnote der Magisterarbeit "nicht ausreichend" (5,0), so erteilt der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses hierüber dem Studierenden einen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung, die auch darüber Auskunft gibt, in welchem Zeitraum die Magisterarbeit wieder angemeldet werden muss (§ 24 Abs. 5).

 

IV. Schlussbestimmungen

 

§ 32 - Prüfungsgebühren

(1) Die Prüfungsgebühr beträgt für die Magisterprüfung insgesamt 70,00 Euro;

(2) Die Gebühren werden bei der Beantragung der Zulassung zur Magisterprüfung fällig.

 

§ 33 - Ungültigkeit von Prüfungen, Behebung von Prüfungsmängeln

(1) Hat der oder die Studierende bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses nachträglich die betreffenden Noten entsprechend berichtigen und die Zwischen- bzw. Magisterprüfung für "nicht bestanden" erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Ablegung einer Prüfungsleistung nicht erfüllt, ohne dass der oder die Studierende hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfungsleistung geheilt. Hat der oder die Studierende vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, dass er oder sie die Prüfungsleistung ablegen konnte, so kann der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses die Prüfungsleistung für "nicht ausreichend" (5,0) und die Zwischen- bzw. Magisterprüfung für "nicht bestanden" erklären.

(3) Dem oder der Studierenden ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und ggf. ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Zeugnis ist auch die Urkunde und das Diploma Supplement einzuziehen, wenn die Zwischen- bzw. Magisterprüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs.1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Zeugnisses ausgeschlossen.

 

§ 34 - Einsicht in die Prüfungsunterlagen

Nach jeder Modulteilprüfung bzw. Modulabschlussprüfung und nach Abschluss des gesamten Prüfungsverfahrens wird der oder dem Studierenden auf Antrag Einsicht in seine oder ihre schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten und in die Prüfungsprotokolle gewährt. Der Antrag ist beim Prüfungsamt zu stellen.

 

§ 35 - Widersprüche gegen das Prüfungsverfahren u. gegen Prüfungsentscheidungen

Widersprüche gegen das Prüfungsverfahren und gegen Prüfungsentscheidungen sind, sofern eine Rechtsbehelfsbelehrung erteilt wurde, innerhalb eines Monats, sonst innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe bei dem oder der Vorsitzenden des Gemeinsamen Prüfungsausschusses einzulegen und schriftlich zu begründen. Hilft der oder die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschuss, ggf. nach Stellungnahme beteiligter Prüfer oder Prüferinnen, dem Widerspruch nicht ab, erteilt der Präsident oder die Präsidentin der Johann Wolfgang Goethe-Universität einen begründeten Widerspruchsbescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist.

 

§ 36 - Fachspezifische Bestimmungen

Jeder Fachbereich kann die ihn betreffenden Fachspezifischen Bestimmungen ändern. Diese Änderungen bedürfen der Zustimmung der an dieser Ordnung beteiligten Fachbereiche, gegebenenfalls im Umlaufverfahren. Das Genehmigungsverfahren nach § 39 Abs. 2 Ziffer 7 und § 94 Abs. 1 Ziffer 1 HHG bleibt unberührt.

 

§ 37 - Übergangsbestimmungen

(1) Die Vorschriften dieser Magisterprüfungsordnung finden auf Studierende Anwendung, die nach In-Kraft-Treten dieser Ordnung das Studium mit dem Abschluss Magister Artium/ Magistra Artium aufgenommen haben.

(2) Studierende, die ihr Magisterstudium vor In-Kraft-Treten dieser Prüfungsordnung begonnen haben, können innerhalb einer Übergangsfrist von vier Jahren die Magisterzwischenprüfung bzw. Magisterprüfung nach der Ordnung vom 12.1.1994 in der jeweils gültigen Fassung anmelden.

(3) Studierende, die ihr Studium im Magisterstudiengang vor In-Kraft-Treten dieser Ordnung aufgenommen haben, können in den modularisierten Magisterstudiengang wechseln. Äquivalente Studienleistungen in einzelnen Lehrveranstaltungen werden anerkannt und nachträglich mit CP versehen, wenn sie den Lehrveranstaltungen eines Moduls des Magisterstudiengangs entsprechen. Modulabschlussprüfungen müssen nachträglich abgelegt werden.

 

§ 38 - In-Kraft-Treten

Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im UNI-Report in Kraft.

Frankfurt am Main, den 04. September 2006

Prof. Dr. Hartmut Leppin
(Dekan des Fachbereichs Philosophie und Geschichtswissenschaften)

Prof. Dr. Rainer Voßen
(Dekan des Fachbereichs Sprach- und Kulturwissenschaften)

 

Anhang 1: Magisterfächer

I. Magisterfächer

 

a) Fächerkatalog gem. §4 Abs. 2

Hauptfächer:

Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen
Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients
Geschichte
Griechische Philologie
Hilfswissenschaften der Altertumskunde
Historische Ethnologie
Klassische Archäologie
Kunstgeschichte
Lateinische Philologie
Philosophie
Vor- und Frühgeschichte

Nebenfächer:

Altorientalische Philologie (nur zum Hauptfach Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients)
Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen
Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients
Archäometrie für Archäologen
Geschichte
Geschichte und Philosophie der Wissenschaften
Griechische Philologie
Hilfswissenschaften der Altertumskunde
Historische Ethnologie
Klassische Archäologie
Kunstgeschichte
Lateinische Philologie
Philosophie
Vor- und Frühgeschicht

b) Ausgeschlossene bzw.vorgeschriebene Fächerkombinationen gem. §4 Abs. 2

Wird Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients als Hauptfach in Verbindung mit zwei Nebenfächern studiert, so muss Altorientalische Philologie als ein Nebenfach gewählt werden. Als weiteres Nebenfach wird Archäometrie dringend empfohlen.

Wird Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients als Hauptfach in Verbindung mit einem weiteren Hauptfach studiert, so ist anstelle des Wahlpflichtmoduls VAr 7 "Systematik und Methodik B" des Hauptstudiums verbindlich das Wahlpflichtmodul VAr 12 "Altorientalische Philologie für Archäologen" zu studieren.

Altorientalische Philologie ist nur als Nebenfach zu dem Hauptfachstudiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients wählbar.

Archäometrie im Nebenfach muss mit dem Haupt- oder Nebenfach Klassische Archäologie oder den Hauptfächern Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen oder Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients oder Vor- und Frühgeschichte kombiniert werden.

Die Fächerkombination Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen und Hilfswissenschaften der Altertumskunde ist ausgeschlossen.

Die Fächerkombination Geschichte, Philosophie und Geschichte und Philosophie der Wissenschaften wird ausgeschlossen.

Philosophie im Haupt- oder Nebenfach kann nicht mit dem Magisterfach Religionsphilosophie kombiniert werden.

c) Zugelassene Nebenfächer aus Bachelor-Studiengängen gem. §4 Abs. 2

Empirische Sprachwissenschaft
Japanologie
Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie
Sinologie

 

Anhang 2: Allgemeine Bestimmungen zu den Fremdsprachennachweisen

II. Allgemeine Bestimmungen zu den Fremdsprachennachweisen

 

Sprachkenntnisse sind bei der Anmeldung zur Magisterprüfung (§ 27 Abs. 2 Ziff. 2) nachzuweisen, soweit es keine weiteren Regelungen gibt.

Der Nachweis erfolgt durch:

1. Abiturzeugnis

2. entsprechende Oberstufenzeugnisse, wobei die Benotung nicht schlechter als "ausreichend (4)" bzw. 5 Punkte sein darf; bzw. Schulzeugnisse, in dem die 1. Sprache über mindestens 5 Jahre und die 2. und/oder 3. Sprache über mindestens 3 Jahre nachgewiesen wird. Die Benotung muss mindestens ausreichend (4) sein

3. Zertifikate über erfolgreich absolvierte Sprachkurse von deutschen und/oder ausländischen Universitäten, wobei mindestens 120 Stunden Unterricht nachzuweisen sind;

4. Fachgutachten bzw. Lektorenprüfungen über durch Auslandsaufenthalte, Universitätssprachkurse oder Selbststudium erworbene Sprachkenntnisse;

5. VHS Zertifikate, d.h. ein Zertifikat über einen mit staatlicher Abschlussprüfung abschließenden Lehrgang an einer Volkshochschule (in Hessen: gem. Erlaß des Hessischen Kultusministers vom 1.11.1977).

Wo Kenntnisse in Latein gefordert werden, wird im fachspezifischen Anhang genannt, in welchem Umfang dies zu erfolgen hat:

1. Latinum:

Unter Kenntnissen im Umfang des Latinums wird die Fähigkeit verstanden, lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvoller Stellen, bezogen auf Autoren wie z.B. Cicero, Sallust, Livius, ggf. mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuches in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen und dieses Verständnis durch eine sachlich richtige und treffende Übersetzung ins Deutsche nachzuweisen. Das Verständnis soll außerdem durch textbezogene Zusatzaufgaben überprüft werden. Sicherheit in der Formenlehre, der Syntax und der Semantik sowie Grundkenntnisse in Textgrammatik sowie des Textverstehens auch aus dem Bereich der römischen Geschichte, Philosophie und Literatur werden vorausgesetzt.

Der Nachweis der erforderlichen Kenntnisse erfolgt entweder durch das Abitur oder durch eine externe Prüfung an einer staatlichen Schule (vgl. Verordnung über den Nachweis von Kenntnissen in Lateinisch und Griechisch <Latinum und Graecum> des HKM in der jeweils gültigen Fassung, sowie der Verordnung über die Ergänzungsprüfungen im Lateinischen und Griechischem des HKM in der jeweils gültigen Fassung).

2. Sprachprüfung in Latein

(im Umfang des ehemaligen kleinen Latinums). Nachgewiesen durch das Abiturzeugnis (Kleines Latinum) oder durch eine Prüfung am Institut für Klassische Philologie des Fachbereichs 9 vom 16.12.1987, Abl 10/88, S. 695 oder durch einen entsprechenden Nachweis einer anderen Universität.

3. Lateinkenntnisse

Diese werden durch eine bestandene Abschlussprüfung nach dem Besuch eines zweisemestrigen Lateinkurses des Instituts für Klassische Philologie des Fachbereiches 9 oder durch einen entsprechenden Nachweis eines anderen Instituts nachgewiesen.

Wo Kenntnisse in Griechisch gefordert werden, wird im fachspezifischen Anhang genannt, in welchem Umfang dies zu erfolgen hat.

4. Graecum:

(vgl. Verordnung über den Nachweis von Kenntnissen in Lateinisch und Griechisch <Latinum und Graecum> des HKM in der jeweils gültigen Fassung).

 

Anhang 3: Studienplan Historische Ethnologie HF - Generelle Infos

a) Beginn des Studiums gem. §6 Abs. 2

 

Das Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester aufgenommen werden.

 

b) Fremdsprachenkenntnisse

 

Ausreichende Kenntnisse in Englisch und einer weiteren modernen Fremdsprache müssen vor dem ersten Vertiefungsmodul nachgewiesen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass für die Teilnahme an bestimmten regionalspezifischen Veranstaltungen (v.a. Projektstudium) weitere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sein können.

 

c) Studien- und Prüfungsleistungen bzw. Module für die Zwischenprüfung und Magisterprüfung gem. §29

 

Zwischenprüfung:

Teilnahmenachweis Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium
Pflichtmodul: Basismodul Grundlagen der Ethnologie
Pflichtmodul: Aufbaumodul Regionale Ethnologie
Pflichtmodul: Aufbaumodul Wirtschaft, Religion und materielle Kultur
Pflichtmodul: Aufbaumodul Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung
Pflichtmodul: Praxismodul

Magisterprüfung:

Das Hauptstudium kann als Allgemeines Vertiefungsstudium oder als Projektstudium studiert werden. Im Verlauf des Hauptstudiums kann gemäß der Interessen des/der Studierenden und des Lehrangebotes am Institut eine Schwerpunktbildung auf bestimmte regionale und/oder systematische Teilgebiete der Ethnologie erfolgen.

Allgemeines Vertiefungsstudium:

Teilnahmenachweis Obligatorische Studienberatung
Pflichtmodul: Vertiefungsmodul Theorien und Geschichte
Pflichtmodul: Vertiefungsmodul Systematische Ethnologie
Pflichtmodul: Vertiefungsmodul Regionale Ethnologie
Pflichtmodul: Vertiefungsmodul Aktuelle Forschungs- und Anwendungsgebiete
Pflichtmodul: Vertiefungsmodul Spezialisierungsmodul

Oder: bei entsprechendem Lehrangebot

Projektorientiertes Studium:

Teilnahmenachweis Obligatorische Studienberatung
Pflicht: Vertiefungsmodul Theorien und Geschichte
Pflicht: Vertiefungsmodul Regionale Ethnologie
Pflicht: Vertiefungsmodul Systematische Ethnologie
Pflicht: Vertiefungsmodul Projektstudium 1: Projektvorbereitung
Pflicht: Vertiefungsmodul Projektstudium 2: Praxisphase und Auswertung

Modulprüfungen müssen spätestens in den Semesterferien nach dem Ende der letzten für das Modul verbindlichen Lehrveranstaltung abgelegt werden.

 

d) Magisterarbeit gem. §30 Abs. 2

 

Mit der Anfertigung der Magisterhausarbeit kann begonnen werden, wenn vier der fünf Module des Hauptstudiums erfolgreich abgeschlossen wurden.

Anhang 3: Studienplan Historische Ethnologie HF - Modulbeschreibungen

E) MODULBESCHREIBUNGEN

 

Fachbeschreibung

Die Ethnologie ist eine allgemeine und vergleichende Sozial- und Kulturwissenschaft. Neben den gesellschaftlichen Institutionen zählen zu den Gegenständen des Faches alle Erscheinungsformen von Kultur in Wirtschaft, Politik, Recht, Religion und Kunst.

Als universitäre Disziplin im 19. Jahrhundert entstanden, hat sich die Ethnologie vorrangig der Erforschung jener außereuropäischen Gesellschaften gewidmet, die primär verwandtschaftlich organisiert und durch eine subsistenzorientierte Wirtschaftsweise, eine relativ „einfache“ Technologie und das Fehlen einer eigenen Schrifttradition geprägt waren. In evolutionistischer Perspektive wurden sie als „Primitive“ oder „Naturvölker“, später auch als einfache, traditionelle oder vorindustrielle Gesellschaften bezeichnet. Allerdings enthält jeder dieser Begriffe ein implizites Werturteil; eine allgemein akzeptierte Bezeichnung konnte sich nicht durchsetzen. Für die ethnologische Theoriebildung ist die Beschäftigung mit den genannten Gesellschaften weiterhin von zentraler Bedeutung, auch wenn sie nur noch anhand der über sie verfassten Ethnographien und anderer historischer Quellen erfolgen kann.

Die Gesellschaften, die den klassischen Gegenstandsbereich ethnologischer Forschung bildeten, waren vielfach schon seit Jahrhunderten in komplexe ökonomische und politische Netzwerke eingebunden, ohne dass die klassischen Ethnographien dem Rechnung getragen hätten. Die koloniale Expansion Europas und der wirtschaftliche Globalisierungsschub der jüngeren Zeit hatten jedoch eine zuvor nicht gekannte Intensivierung weltweiter kultureller Austauschprozesse und damit verbunden die radikale Beschleunigung gesellschaftlicher Transformationsprozesse zur Folge. Dadurch hat sich auch der Forschungsbereich des Faches erheblich erweitert. Die herkömmlichen Dorf- und Regionalstudien werden zwar weiter betrieben, doch gewinnen Untersuchungen zu Urbanisierungsprozessen, zu kulturellen Synkretismen und zur Wiederbelebung von Traditionen im Rahmen ethnischer Bewegungen zunehmend an Bedeutung. Einerseits gilt es bei Einzelerhebungen, den größeren historischen, ökonomischen und politischen Rahmen zu berücksichtigen. Andererseits werden ethnologische Sichtweisen und Methoden heute auch bei der Erforschung überschaubarer Gemeinschaften in westlichen Industriegesellschaften (Subkulturen, Vereine, Sekten, Unternehmenskulturen) angewandt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Rekonstruktion und Interpretation historischer Kulturen auf der Grundlage schriftlicher, materieller, oraler und visueller Quellen unter Berücksichtigung der ethnologischen Theorienbildung.

Arbeitsweisen und Ziele des Fachs

Zur Erforschung der Gesellschaften des oben beschriebenen Typus mussten spezielle Verfahren entwickelt werden. Die wichtigste Methode zur Gewinnung ethnographischer Daten ist bis heute die „teilnehmende Beobachtung“ geblieben. Sie verlangt den Forschenden ab, längere Zeit bei der zu untersuchenden Menschengruppe zu verbringen, ihre Sprache zu erlernen, ihre ökonomischen, sozialen, politischen und religiösen Verhaltensweisen zu dokumentieren und ihre mündlichen Traditionen aufzunehmen. Die persönliche Teilhabe an ihrem Alltags- und Gemeinschaftsleben soll ermöglichen, eine fremde Kultur von innen heraus zu verstehen. Die klassische Feldforschungsmethode wird heute durch statistische Erhebungen, spezielle Befragungstechniken, audiovisuelle Aufzeichnungen, Netzwerkanalysen u.a.m. ergänzt. Da das Wissen um das geschichtliche Gewordensein einer Kultur für deren Verständnis unabdingbar ist, bedienen Ethnologen und Ethnologinnen sich bei der aufgrund der Quellenlage oft schwierigen Rekonstruktion historischer Prozesse hermeneutischer Methoden. Die Auswertung der gewonnenen Daten unter systematischen Gesichtspunkten erfolgt u.a. in Form von Monographien (möglichst umfassender Beschreibungen der fremden Kultur) oder themenspezifischen Analysen. Daneben haben auch Filmdokumentationen an Bedeutung gewonnen.

Einen weiteren Arbeitsbereich der Ethnologie stellt die Aufnahme, Beschreibung und Klassifikation materieller Kulturgüter dar. Die Bewahrung und Deutung von Sachgütern (religiöse Objekte, Arbeitsgeräte, handwerkliche Erzeugnisse etc.) vergangener und gegenwärtiger Kulturen sowie ihre sich wandelnde Bedeutung im Kontext gesellschaftlicher Prozesse ist eine zentrale Aufgabe des Faches. Die Ausbildung in diesem Bereich, zu dem auch Kenntnisse über sachgerechte Aufbewahrungs- und Restaurierungstechniken und zeitgemäße Präsentationsformen gehören, erfolgt nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den völkerkundlichen Museen und anderen außeruniversitären Institutionen.

Die Ethnologie beschränkt sich nicht allein auf die Dokumentation von Einzelkulturen. Durch den Vergleich der unterschiedlichen Daseinsgestaltungen einzelner Gesellschaften strebt sie an, eine allgemeine Typologie kultureller und sozialer Institutionen zu erstellen und darüber hinaus zu allgemein gültigen Aussagen über menschliches Verhalten zu gelangen. Aus diesem Grund wird die Ethnologie in den angelsächsischen Ländern auch als „Cultural Anthropology“ (USA) oder „Social Anthropology“ (Großbritannien) bezeichnet. Der Anspruch der Ethnologie, eine allgemeine Theorie der Kultur zu entwickeln, begründet ihre starke Bindung an benachbarte kulturwissenschaftliche Disziplinen wie die Geschichtswissenschaften, die Vor- und Frühgeschichte und die Archäologie, die Volkskunde, die Religionswissenschaft, die Philosophie, die Vergleichende Sprachwissenschaft und die Außereuropäischen Philologien. Da Kultur immer in gesellschaftliche Beziehungen eingebettet ist, hat die Ethnologie gleichermaßen auch an den sozialwissenschaftlichen Disziplinen Anteil. Die früher übliche enge Zusammenarbeit mit der physischen Anthropologie wird zwar zum Teil noch in den USA praktiziert, spielt nach ihrem politischen Missbrauch in Deutschland dagegen kaum mehr eine Rolle.

Studienziele

Allgemeine Studienziele

Als Wissenschaft vom kulturell Fremden kann die Ethnologie einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Verstehen leisten. Ihm kommt um so mehr Bedeutung zu, als sich die Weltkulturen im Zuge der internationalen Vernetzung näher gerückt sind und in permanenten Austauschbeziehungen zueinander stehen. Zudem spielen die aus unterschiedlichen kulturellen Orientierungen resultierenden Probleme und politischen Konflikte nicht nur in den Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, sondern auch in den westlichen Industriemetropolen eine immer wichtigere Rolle. Die intensive Beschäftigung mit Lokalkulturen, die sich von der modernen Industriegesellschaft nicht allein durch ihre technische Entwicklungshöhe, sondern weit mehr noch durch alternative Formen des sozialen und politischen Zusammenlebens unterscheiden, eignet sich in einem besonderen Maße dazu, den eigenkulturellen Standpunkt zu relativieren, fremdkulturelle Verhaltensweisen besser zu verstehen und interkulturelle Missverständnisse aufzudecken. Es ist vor allem diese Fähigkeit, die den Studierenden des Faches vermittelt werden soll. Darüber hinaus sollen sie in die Lage versetzt werden, in zentralen Fragestellungen des Faches eigenständige Positionen zu entwickeln, seine Theorien und Methoden auf ihren jeweiligen Arbeitsbereich anzuwenden und eigenverantwortlich empirische Forschungen zu betreiben.

Besondere Studienziele

Den Studierenden wird es ermöglicht, sich in den ersten Semestern einen umfassenden Überblick über die wichtigsten regionalen und systematischen Teilgebiete der Ethnologie zu verschaffen. Die Vermittlung theoretischer und methodischer Kenntnisse erfolgt dabei nach Möglichkeit in exemplarischer Form, sei es in enger Anlehnung an regionale Untersuchungen und Lehrforschungen oder sei es durch wissenschaftshistorisch ausgerichtete Lehrveranstaltungen. Wenn das Fach Historische Ethnologie als erstes Hauptfach studiert wird, sollten sich die Studierenden zur Vorbereitung ihrer Magisterarbeit in den ersten Semestern des Hauptstudiums auf einen der am Institut gelehrten Schwerpunktbereiche spezialisieren. Praxisbezogene Veranstaltungstypen geben Einblick in berufliche Anwendungsbereiche des Faches.

Tätigkeitsorientierte Studienziele

Den Studierenden wird empfohlen, das Thema ihrer Magisterarbeit so zu wählen, dass es sie für einen der relativ breit gefächerten Tätigkeitsbereiche von Ethnologen/innen eindeutig qualifiziert. Die klassischen Berufsfelder für Absolventen/innen des Faches sind entweder die universitäre Forschung und Lehre oder die Arbeit an völkerkundlichen und kulturhistorischen Museen. An neuen fachspezifischen Tätigkeitsbereichen sind Organisationen der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit (Entwicklungsdienste, Goethe-Institute etc.) und der Ausstellungssektor hinzugekommen. Aufgrund ihrer breit gefächerten Ausbildung können Ethnologen/innen ferner u.a. in der Erwachsenen- und politischen Bildung (Volkshochschulen, Akademien), im Medienbereich (Presse, Hörfunk, Fernsehen), in Archiven, in Bibliotheken, im Verlagswesen, in der Unternehmensberatung und im Tourismussektor tätig werden. Neben der regionalen Spezialisierung spielen auch die Forschungs- und Praktikumserfahrung sowie die Wahl des zweiten Hauptfachs bzw. der beiden Nebenfächer eine wichtige Rolle. Die Erfahrung zeigt, dass die Berufschancen mit abgeschlossener Promotion erheblich steigen.

Grundstudium

GS 1 – Basismodul: Grundlagen der Ethnologie
Pflicht für HF und NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
1.- 2.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
VEinführung in die Ethnologie2 SWS3 CP
V/PGeschichte der Ethnologie2 SWS3 CP
V/PMethoden der Ethnologie2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Die Grundbegriffe und -techniken der Ethnologie sollen in diesem Modul angeeignet werden. Die Einführung in die Ethnologie gibt einen Überblick über die Forschungsfelder und Schlüsselbegriffe des Faches. In Geschichte der Ethnologie werden die Hauptphasen der Entwicklung des Faches überblicksartig vermittelt (antike und frühneuzeitliche Vorläufer, institutionelle Etablierung und Schulenbildungen ab dem 19.Jh., neuere Debatten über die Ausrichtung des Fachs). Die Einführung in die Methoden der Ethnologie soll Grundtechniken vermitteln (Formen der Gesprächsführung, Arten der Protokollierung von Gesprächen und Beobachtungen, Aufnahme von Genealogien, Aufbau von Feldforschungen und ihre Nachbereitung, Quellenkunde, Textanalyse, Kartenskizzen etc.).
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jede der Veranstaltungen des Moduls wird in einem zweisemestrigen Turnus angeboten
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Drei Modulteilprüfungen
in jeder Veranstaltung muss entweder ein Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt der Veranstaltung gehalten werden oder eine Klausur (2 h) geschrieben werden.
Pro Prüfungsleistung wird 1 CP vergeben.
3 CP

 

GS 2 – Aufbaumodul Regionale Ethnologie
Pflicht für HF und NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
1.- 2.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
V/PRegionalgebiet 12 SWS3 CP
V/PRegionalgebiet 22 SWS3 CP
V/PRegionalgebiet 32 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Es sollen drei einführende Veranstaltungen in die Ethnologie unterschiedlicher Regionen (Afrika, Asien, Ozeanien, Nordamerika, Lateinamerika) besucht werden. Allgemeine Überblicke sollten die Besiedlungsgeschichte und den Zusammenhang von naturräumlicher Gliederung und kulturellen Ausprägungen behandeln. Einzelne Kulturen und regional übergreifende kulturelle Institutionen werden exemplarisch näher behandelt, insbesondere auch im Hinblick auf die Rolle dieser ethnographischen Einzelfälle für die kulturvergleichende Theoriebildung.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls oder Klausur (2 h) in einer Veranstaltung1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 10-12 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

GS 3 – Aufbaumodul Wirtschaft, Religion und materielle Kultur
Pflicht für HF, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
2.- 3.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
V/PEinführung in die Wirtschaftsethnologie2 SWS3 CP
V/PEinführung in die Religionsethnologie2 SWS3 CP
V/PEinführung in das Studium der materiellen Kultur2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Dieses Modul umfasst die Einführungen in die Wirtschaftsethnologie, die Religionsethnologie und in das Studium der materiellen Kultur. In der Wirtschaftsethnologie werden die kulturellen Universalien von Produktion, Reproduktion und Tausch und deren Ausprägungen in den verschiedenen Wirtschaftsformen behandelt. Die Einführung in die Religionsethnologie gibt einen Überblick über die verschiedensten Erscheinungsformen von Religiosität, Magie, Jenseitsvorstellungen, Kosmologie und deren Interdependenz mit sozialer, wirtschaftlicher und politischer Organisation. Das Studium der materiellen Kultur führt in die dinglichen Aspekte von Kultur ein, die Herstellung und Verwendung von Objekten, ihre Analyse und ihre über die reine Funktionalität hinausreichende ästhetische Gestaltung als Thema der Kunstethnologie.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls oder Klausur (2 h) in einer Veranstaltung1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 10-12 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

GS 4 – Aufbaumodul Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung
Pflicht für HF, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
3.- 4.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
V/PEinführung in die Verwandtschaftsethnologie2 SWS3 CP
V/PEinführung in die politische Ethnologie oder in die Rechtsethnologie2 SWS3 CP
V/PEthnologische Theorienbildung2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
In den Veranstaltungen dieses Moduls sollen Studierende sich mit den sozialen, politischen und rechtlichen Organisationsformen der Gesellschaften, die den klassischen Gegenstandsbereich des Faches bildeten, sowie weiteren Möglichkeiten der sozialen und politischen Organisation vertraut machen und sich mit den zu ihrer Analyse entwickelten Verfahren und Begriffen auseinandersetzen. Zugleich sollen sie sich Kenntnisse der Theoriebildung aneignen und zum Abschluss des Moduls in der Lage sein, die ethnologische Modellbildung kritisch zu reflektieren
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium

2) TN „Geschichte der Ethnologie“ (Basismodul) ist Voraussetzung für die Teilnahme an V/P „Ethnologische Theorienbildung“

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls oder Klausur (2 h) in einer Veranstaltung1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 10-12 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

GS 5 – Praxismodul
Pflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
1.- 3.
Dauer
3 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
ÜWissenschaftliche Arbeitstechniken2 SWS4 CP
KEthnographische Dokumentationsformen2 SWS4 CP
ExAusstellungsexkursion30 h (Block)4 CP
Inhalte und Kompetenzen
Das Praxismodul im Grundstudium umfasst allgemeine und fachbezogene Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und ihre Umsetzung in berufsbezogene Tätigkeitsfelder. Lernziele sind Kenntnisse der Informationsgewinnung, -aufbereitung und -präsentation, des Einsatzes audiovisueller Dokumentationsformen in der ethnologischen Arbeit und Einblicke in die Umsetzung ethnologischer Erkenntnisse in die fachbezogene Berufspraxis, v.a. der Ausstellungspraxis.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
Orientierungsveranstaltung für das Grundstudium
Studiennachweise
– TN: Ü „Wiss. Arbeitstechniken“ durch Anfertigung von Übungsaufgaben

– TN: K „Audiovisuelle Dokumentationsformen“ durch Anfertigung von Übungsaufgaben

– LN: Ex „Ausstellungsexkursion“ durch Exkursionsbericht (8 – 10 S.)

Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung:
das Modul gilt als bestanden, wenn die Studiennachweise erbracht wurden

 

Hauptstudium

HS 1 – Vertiefungsmodul: Theorien und Geschichte
Pflicht für HF, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
STheorien und Geschichte2 SWS3 CP
STheorien und Geschichte2 SWS3 CP
STheorien und Geschichte2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Hier sollen einzelne theoretische Ansätze (wie Strukturalismus, Funktionalismus, Kulturmorphologie, Wiener Schule etc.) der Ethnologie vertiefend studiert und erkenntnistheoretische Fragen erörtert werden. Dazu zählt insbesondere auch die intensive, möglichst originalsprachliche Lektüre und kritische Erschließung von Schlüsseltexten der Ethnologie.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium (HF)

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Prüfungsgespräch (Dauer: ca. 15 min.) oder Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15-20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 2 – Vertiefungsmodul Systematische Ethnologie
Pflicht für HF, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SSystematisches Teilgebiet 12 SWS3 CP
SSystematisches Teilgebiet 12 SWS3 CP
SSystematisches Teilgebiet 12 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Je nach Angebot können hier Spezialthemen der im Grundstudium behandelten systematischen Teilgebiete oder weitere thematische Felder der Ethnologie (wie Musik-, Tanz-, Medizinethnologie, Ethnopsychoanalyse, Ethnobotanik, Ethnozoologie, Ethnolinguistik, Kulturökologie etc.) studiert werden. Anknüpfungsmöglichkeiten für interdisziplinäre Arbeit sollen verstärkt ausgelotet werden.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium (HF)

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Prüfungsgespräch (Dauer: ca. 15 min.) oder Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15-20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 3 – Vertiefungsmodul Regionale Ethnologie
Pflicht für HF, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SRegionales Teilgebiet 12 SWS3 CP
SRegionales Teilgebiet 12 SWS3 CP
SRegionales Teilgebiet 12 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Es sollten drei Veranstaltungen mit regionalem Bezug belegt werden, die Studierenden können dabei die Möglichkeit nutzen, sich regional zu spezialisieren. Insbesondere der theoretisch anspruchsvolle Umgang mit ethnographischen Daten soll hier verfeinert werden, z.B. bei der kritischen Rezeption von Einzelfallethnographien, deren Material auf alternative Interpretationen getestet und übungsweise zur Formulierung weiterführender Forschungsfragen verwendet werden sollte.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium (HF)

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Prüfungsgespräch (Dauer: ca. 15 min.) oder Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15-20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 4 – Vertiefungsmod. Aktuelle Forschungs- u. Anwendungsgebiete d. Ethnologie
Pflicht für HF, sofern nicht Projektstudium gewählt wird, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SEthnologie mit aktuellem Bezug 12 SWS3 CP
SEthnologie mit aktuellem Bezug 22 SWS3 CP
SEthnologie mit aktuellem Bezug 32 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
In diesem Modul geht es um aktuelle Fragen ethnologischer Forschung, die über die systematischen Teilgebiete im engeren Sinn hinausgehen und zu praktischen Arbeitsfeldern für Ethnologen hinführen. Hierzu zählen Themen im Zusammenhang mit Migration und Globalisierung, interkulturelle Kommunikation, die spezielle Beschäftigung mit dem Phänomen Fremdheit (Xenologie) sowie die methodischen und theoretischen Herausforderungen, die sich der Ethnologie durch die beschleunigte Entwicklung der Massenmedien und des Internets stellen.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium (HF)

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Prüfungsgespräch (Dauer: ca. 15 min.) oder Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15-20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 5 – Vertiefungsmodul Spezialisierungsmodul
Pflicht für HF, sofern nicht Projektstudium gewählt wird, Wahlpflicht für NF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
7.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Seminar nach Wahl (s.u. 2) 12 SWS3 CP
Seminar nach Wahl (s.u. 2) 22 SWS3 CP
Seminar nach Wahl (s.u. 2) 3
oder Kolloquium
2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Dieses Modul soll es den Studierenden im Hauptstudium ermöglichen, eine individuelle Schwerpunktbildung im Fach zu betreiben. Hierzu können sie sich drei Veranstaltungen der Module HS1 bis HS4 zusammenstellen, die sie nicht schon einmal per Teilnahmenachweis oder Modulteilprüfung innerhalb eines anderen Moduls belegt haben. Gefördert werden soll zudem die Fähigkeit, eigenständig wissenschaftliche Fragestellungen und Argumentationen zu entwickeln, sowie in der Darstellung ethnologischer Sachverhalte Prioritäten bei der Auswahl von Belegen zu setzen. Die fachlich-adäquate und sprachliche Umsetzung komplexer kultureller Zusammenhänge soll geübt werden.
Hinweise
Hauptfachstudierende können eine Modulteilprüfung ablegen, indem sie in einem Kolloquium ihre Magisterarbeit vorstellen (Kurzreferat, 1 CP), Nebenfachstudierende können, sofern sie als 3. Veranstaltung ein Kolloquium wählen, in dieser Veranstaltung keine Modulteilprüfung ablegen
Teilnahmevoraussetzungen
erfolgreicher Abschluss mindestens eines der Module HS1-HS4
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
jedes Semester
Verwendbarkeit
Magister Historische Ethnologie HF und NF
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Prüfungsgespräch (Dauer: ca. 15 min.) oder Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15-20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 6 – Projektstudium 1: Projektvorbereitung
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 6.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Seminare und Kurse6 SWS9 CP
Inhalte und Kompetenzen
In der ersten Phase des Projektstudiums arbeiten die Studierenden unter Anleitung den Entwurf eines eigenen, von ihnen in die Praxis umzusetzenden Projektes aus. Dies beinhaltet die Aneignung spezieller regionaler und methodischer Kenntnisse.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) mit schriftlicher Ausarbeitung (Umfang ca. 15 – 20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

HS 7 – Projektstudium 2: Praxisphase und Auswertung
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
7.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Praktikum/FeldphaseBlock6 CP
SeminarSWS 23 CP
Inhalte und Kompetenzen
Die zweite Phase des Projektstudiums dient der Realisierung vorbereiteter Projekte. Dabei erwerben die Studierenden praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Datenerhebung und -dokumentation sowie der Vermittlung ihrer gewonnenen Erkenntnisse.
Hinweise
Die Praxisphase kann in die vorlesungsfreie Zeit fallen
Teilnahmevoraussetzungen
erfolgreiche Teilnahme an Projektstudium 1: Projektvorbereitung
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung:
Dokumentation der Ergebnisse in schriftlicher Form (ca. 30 S.) oder in Form eines Kurzfilmes (ca. 15 min.)3 CP

 

Beispiele für Projektstudien:

Beispiel: Projekt „Objektforschung und Ausstellungspraxis“

Modul 1 – Museologie, Museumsdidaktik und Objektforschung
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 6.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SMuseumsarbeit2 SWS3 CP
SMuseumsarbeit2 SWS3 CP
SMuseumsarbeit2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
In diesem Modul geht es vorrangig um die Vorbereitungen im Vorfeld einer Ausstellung. Dazu gehören die Beschäftigung mit museologischen und museumsdidaktischen Grundlagen, ein vertiefendes Studium des regionalen bzw. thematischen Bezugs der anvisierten Ausstellung und die Sondierung der entsprechenden Sammlungsbestände.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat (ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) und Hausarbeit (Umfang ca. 15 – 20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

Beispiel : Projekt „Objektforschung und Ausstellungspraxis“

Modul 2 – Ausstellungspraxis
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
7.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Praktikum:Block
Ausstellungsgestaltung2 SWS6 CP
Seminar3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Dieses Modul umfasst vorrangig den Aufbau und die Gestaltung der Ausstellung (oder ggf. einer multimedialen „virtuellen Ausstellung“) sowie des entsprechenden Katalogs.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
erfolgreiche Teilnahme an „Museologie, Museumsdidaktik und Objektforschung“
Studiennachweise
Mitgestaltung einer Ausstellung, Teilnahmenachweis für das Seminar
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung:
Dokumentation der Ergebnisse in schriftlicher Form (z.B. als Katalogbeitrag, ca. 30 S.)

 

Beispiel: Projekt „Visuelle Anthropologie“

Modul 1 – Theorie der Visuellen Anthropologie/ Filmanalyse
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 6.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SFilmanalyse4 SWS6 CP
SGeschichte des ethnographischen Filmes2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Anhand von Bild- und Filmmaterial sollen Studierende sich mit Fragen der Repräsentation und Konstruktion fremder Kulturen befassen. Es soll die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit Strategien der Objektivierung und Visualisierung ethnographischer Erkenntnisse erworben werden. Darüber hinaus wird die Geschichte des ethnographischen Filmes in ihren Grundzügen vermittelt.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat(ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) und Hausarbeit (Umfang ca. 15 – 20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

Beispiel: Projekt „Visuelle Anthropologie“

Modul 2 – Praxis des ethnographischen Films
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
7.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Praktikum: Filmarbeit4 SWS6 CP
Seminar2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Studierende entwerfen ein Konzept zur Realisierung eines kurzen Dokumentarfilmes und setzen ihn in Arbeitsgruppen um. Sie üben die selbständige Entwicklung von Forschungsprojekten ein, erwerben Erfahrung in praktischer Forschungstätigkeit (Interviews; Beobachtung) und verbessern die technischen Fertigkeiten der audiovisuellen Dokumentation
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
erfolgreiche Teilnahme an „Theorie der visuellen Anthropologie/ Filmanalyse“
Studiennachweise
Exposé für einen Kurzfilm;
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung:
ethnographischer Kurzfilm (ca. 15 min.)3 CP

 

Beispiel: Projekt „Lehrforschung“

Modul 1 – Konzeption eines Forschungsprojekts
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
5.- 6.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
SRegionalgeschichte und Ethnographie2 SWS3 CP
SFeldforschungsmethoden2 SWS3 CP
KLokalsprache2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
In der ersten Phase des Projektstudiums Lehrforschung sollen Studierende ihre historischen und ethnographischen Kenntnisse über die Region der Lehrforschung vertiefen und Ideen zu eigenen Forschungsprojekten entwickeln, die sie methodisch vorbereiten.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
1) alle Module des Grundstudiums

2) Nachweis der Sprachkenntnisse

3) Studienberatung für das Hauptstudium

Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung: Zwei Modulprüfungen
1) Kurzreferat(ca. 15 min.) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer der Veranstaltungen des Moduls1 CP
2) Referat (Dauer ca. 20 min) und Hausarbeit (Umfang ca. 15 – 20 Seiten) mit Bezug auf einen Teilaspekt einer weiteren Veranstaltung2 CP

 

Beispiel : Projekt „Lehrforschung“

Modul 2 – Feldphase und Auswertung
Wahlpflicht für HF – 360 h Arbeitsaufwand 6 SWS 12 CP
Semester
7.- 8.
Dauer
2 Semester
Kontaktzeit
90 h
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Übersicht Veranstaltungsformen
Feldphase:Block6 CP
Seminar2 SWS3 CP
Inhalte und Kompetenzen
Während eines Feldaufenthaltes sollen die Studierenden ihre vorbereiteten Projekte in die Praxis umsetzen. Die letzte Phase dient der Auswertung der gewonnenen Ergebnisse
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
erfolgreiche Teilnahme an „Konzeption eines Forschungsprojekts“
Studiennachweise
Teilnahmenachweise
Häufigkeit des Angebots
abhängig von den Möglichkeiten des Instituts
Verwendbarkeit
Magister HF Historische Ethnologie
Modulprüfung:
Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse (ca. 30 S.) 3 CP

 

Magisterhausarbeit

Magisterhausarbeit
Wahlpflicht für 1.HF – 900 h Arbeitsaufwand 30 CP
Semester
9.
Dauer
6 Monate
Selbststudium incl. Prüfungsvorbereitung
270 h
Inhalte und Kompetenzen
Selbständige Bearbeitung einer ethnologischen Fragestellung in Form einer wissenschaftlichen Arbeit (ca. 80 – 120 S.). Das Thema wird mit einem/r Betreuer/in abgesprochen. Der/ die Studierende weist mit der Arbeit die Fähigkeit zur Behandlung einer Problemstellung nach wissenschaftlichen Kriterien nach.
Hinweise
keine
Teilnahmevoraussetzungen
4 der 5 Module des Hauptstudiums müssen abgeschlossen sein
Studiennachweise
Häufigkeit des Angebots
Verwendbarkeit
Modulprüfung:
Magisterarbeit 30 CP

 

Anhang 3: Studienplan Historische Ethnologie HF - Studienverlaufsplan

F) Exemplarischer Studienverlaufsplan

 

Grundstudium
SemVeranstaltungModulSWSCP
1Einführung in die EthnologieGrundlagen der Ethnologie23
Geschichte der Ethnologie / Methoden der EthnologieGrundlagen der Ethnologie23
Regionalgebiet 1AM Regionale Ethnologie23
Wissenschaftliche ArbeitstechnikenPraxismodul24
ModulteilprüfungenGrundlagen der Ethnologie2
ModulteilprüfungAM Regionale Ethnologie2 bzw. 1
2Methoden der Ethnologie/ Geschichte der EthnologieGrundlagen der Ethnologie23
Religionsethnologie/Materielle Kultur/WirtschaftsethnologieAM Wirtschaft, Religion, materielle Kultur23
Regionalgebiet 2AM Regionale Ethnologie23
Regionalgebiet 3AM Regionale Ethnologie23
Ethnographische DokumentationsformenPraxismodul24
ModulteilprüfungGrundlagen der Ethnologie1
ModulteilprüfungAM Regionale Ethnologie1 bzw. 2
3AusstellungsexkursionPraxismodul2 SWS (30 h Block)4
Materielle Kultur/ Wirtschaftsethnologie/ ReligionsethnologieAM Wirtschaft, Religion, materielle Kultur23
Wirtschaftsethnologie/ Religionsethnologie/Materielle KulturAM Wirtschaft, Religion, materielle Kultur23
ModulteilprüfungAM Wirtschaft, Religion, materielle Kultur1 bzw. 2
ModulteilprüfungAM Wirtschaft, Religion, materielle Kultur2 bzw. 1
4Verwandtschaftsethnologie/ Politik- bzw. Rechtsethnologie/ Theorien der EthnologieAM Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung23
Politik- bzw. Rechtsethnologie/ Theorien der ethnologie/ VerwandtschaftsethnologieAM Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung23
Theorien der Ethnologie/ Politik- bzw. Rechtsethnologie/ VerwandtschaftsethnologAM Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung23
ModulteilprüfungAM Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung1 bzw. 2
ModulteilprüfungAM Verwandtschaft, Politik und Theorienbildung2 bzw. 1
Hauptstudium a) Allgemeines Vertiefungsstudium
SemVeranstaltungModulSWSCP
5Systematische Ethnologie: Veranstaltung 1VM Systematische Ethnologie23
Systematische Ethnologie: Veranstaltung 2VM Systematische Ethnologie23
Regionale Ethnologie: Veranstaltung 1VM Regionale Ethnologie23
Regionale Ethnologie: Veranstaltung 2VM Regionale Ethnologie23
ModulteilprüfungVM Regionale Ethnologie1 bzw. 2
ModulteilprüfungVM Systematische Ethnologie2 bzw. 1
6Systematische Ethnologie: Veranstaltung 3VM Systematische Ethnologie22 bzw. 1
Regionale Ethnologie: Veranstaltung 3VM Regionale Ethnologie23
Theorien und Geschichte: Veranstaltung 1VM Theorien und Geschichte der Ethnologie23
Ethnologie mit aktuellem Bezug: Veranstaltung 1VM Aktuelle Forschungs- u. Anwendungsgebiete23
ModulteilprüfungVM Regionale Ethnologie2 bzw. 1
ModulteilprüfungVM Systematische Ethnologie1 bzw. 2
ModulteilprüfungVM Theorien u. Geschichte1 bzw. 2
ModulteilprüfungVM Aktuelle Forschungs- und Anwendungsgebiete2 bzw. 1
7Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 2VM Theorien u. Geschichte der Ethnologie23
Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 3VM Theorien u. Geschichte der Ethnologie23
Ethnologie mit aktuellem Bezug: Veranstaltung 2VM Aktuelle Forschungs- u. Anwendungsgebiete23
Ethnologie mit aktuellem Bezug: Veranstaltung 3VM Aktuelle Forschungs- u. Anwendungsgebiete23
ModulteilprüfungVM Theorien u. Geschichte2 bzw. 1
ModulteilprüfungVM Aktuelle Forschungs- und Anwendungsgebiete1 bzw. 2
8Veranstaltung nach Wahl 1VM Spezialisierungsmodul23
Veranstaltung nach Wahl 2VM Spezialisierungsmodul23
Veranstaltung nach Wahl 3/ KolloquiumVM Spezialisierungsmodul23
ModulteilprüfungVM Spezialisierungsmodul1
ModulteilprüfungVM Spezialisierungsmodul2
Hauptstudium gesamt: 60
Magisterhausarbeit:30
Hauptstudium b) Projektorientiertes Hauptstudium
SemVeranstaltungModulSWSCP
5Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 1VM 1 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 2VM 1 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 3VM 1 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Projektstudium: projektvorbereitende Veranstaltung 1VM Projektvorbereitung23
Modulteilprüfung: Referat/PrüfungsgesprächVM 11
Modulteilprüfung: Referat m. HausarbeitVM 12
Modulteilprüfung: Referat/ Prüfungsgespräch bzw. Referat m. HausarbeitVM Projektvorbereitung1 bzw. 2
6Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 1VM 2 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 1VM 2 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Projektstudium: projektvorbereitende Veranstaltung 2VM Projektvorbereitung23
Projektstudium: projektvorbereitende Veranstaltung 3VM Projektvorbereitung2 bzw. 1
ModulteilprüfungVM Projektvorbereitung2 bzw. 1
ModulteilprüfungVM 22 bzw. 1
7Projektstudium: PraxisveranstaltungVM Praxisphase und Auswertung4 bzw.
Block
3
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 3VM 2 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 1VM 3 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
ModulteilprüfungVM 21 bzw. 2
ModulteilprüfungVM 31 bzw. 2
8Projektstudium: Seminar zur Datenauswertung und ErgebnisdokumentationVM Praxisphase und Auswertung23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 2VM 3 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte: Veranstaltung 3 bzw. KolloquiumVM 3 Systematische E./ Regionale E./ Theorien u. Geschichte23
Modulprüfung: Ergebnisdokumentation (z.B. Forschungsbericht, Filmdokumentation, Ausstellungskatalog etc.)VM Praxisphase und Auswertung3
ModulteilprüfungVM 32 bzw. 1
Hauptstudium gesamt: 60
Magisterhausarbeit:30

 

Abkürzungsverzeichnis

Abl     Amtsblatt des Hessischen Kultusministeriums und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
CP     Kreditpunkte
DSH     Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang
ECTS     Europäisches-Kredit-Transfer-System
Ex     Exkursion
HF.     Hauptfach
HHG     Hessisches Hochschulgesetz in der Fassung vom 20.12.2004 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen GVBl. I, S.466ff) in der jeweils gültigen Fassung
Gr     Grabung
K     Kurs
Ko     Kolloquium
LN     Leistungsnachweis
M.A.     Magister Artium / Magistra Artium
NF     Nebenfach
PL     Prüfungsleistung
PP     Propädeutikum
PR     Praktikum
P/PS     Proseminar
S/HS     Seminar
SWS     Semesterwochenstunden
T     Teilnahmenachweis
Ü     Übung
V/VL     Vorlesung

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