a) Beginn des Studiums gem. §6 Abs. 2
Wintersemester
b) Fremdsprachenkenntnisse
Englisch und eine weitere moderne Wissenschaftssprache
c) Studien- und Prüfungsleistungen bzw. Module für die Zwischenprüfung und Magisterprüfung gem. §29
Grundstudium
- TN Studienberatung zu Beginn des 1. Fachsemesters
- Pflichtmodul Einführung in die Altorientalistik I
- Pflichtmodul Einführung in die Altorientalistik II
- Pflichtmodul Hausarbeit zur Altorientalischen Philologie I
Hauptstudium
- Pflichtmodul Altorientalische Textlektüre I
- Pflichtmodul Altorientalische Textlektüre II
- Pflichtmodul Hausarbeit zur Altorientalischen Philologie II
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d) Modulbeschreibungen
Gegenstand des Faches
Die Altorientalische Philologie ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Kulturen des Alten Orients (ohne Ägypten) auf textlicher Grundlage und umfasst somit die Kulturräume Altmesopotamien, Altsyrien, Altanatolien und Altiran. Der zeitliche Rahmen reicht von der Entwicklung der Keilschrift, des ältesten Schriftsystems der Welt, um die Wende vom vierten zum dritten vorchristlichen Jahrtausend bis in die Zeit um Christi Geburt, als die Keilschrift von den aramäischen und griechischen Alphabetschriften endgültig verdrängt wurde. Während dieser annähernd drei Jahrtausende war die Keilschrift das bedeutendste Schriftsystem Vorderasiens, das für die Wiedergabe einer Vielzahl von Sprachen verwendet werden konnte und das über die genannten Kulturräume hinaus durch die Stellung des Akkadischen als weithin anerkannte Handels-, Verkehrs- und Diplomatensprache auch auf benachbarte Kulturkreise - denjenigen Altägyptens und des ägäischen Raumes - ausstrahlte.
Die Keilschrift wurde zumeist auf Tontafeln, seltener auf andere Tonobjekte oder Gegenstände anderer Art wie Stein oder Metall geschrieben. Tontafeln sind bei sachgemäßer Lagerung nahezu unbegrenzt haltbar, und so zählen die bislang veröffentlichten und in Museen namentlich des Vorderen Orients (v. a. Aleppo, Ankara, Baghdad, Damaskus, Istanbul, Teheran), Europas und Nordamerikas lagernden Texte nach Zehntausenden.
Die Altorientalische Philologie ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft. Erst seit etwa 130 Jahren sind akkadische Keilschrifttexte lesbar, die in Sumerisch, Hethitisch und den übrigen Keilschriftsprachen abgefassten Dokumente sind gar erst seit wenigen Jahrzehnten verständlich oder harren noch einer vollständigen Entschlüsselung. Die Zahl der verfügbaren Texte steigt aufgrund einer auch nach über 150 Jahren noch immer umfangreichen Editionstätigkeit nach wie vor jährlich stark an, so dass von einer vollständigen Erschließung der altorientalischen Sprachen durch Grammatiken und Wörterbücher noch nicht gesprochen werden kann.
Das Fach beschäftigt sich gleichermaßen mit der sprachlichen Erschließung der Texte wie mit den sich aus diesen Texten ergebenden Fragestellungen zur Geschichte und Chronologie, Religion, Literatur, Wirtschaft, Gesellschaft, Recht, Wissenschaft und Technologie sowie anderen Bereichen der Kulturen des Alten Orients. Demzufolge ist die Altorientalische Philologie keine rein philologisch geprägte Wissenschaft, sondern vielmehr ein Fach ungewöhnlicher Breite, das Berührungs- und Überschneidungspunkte mit zahlreichen anderen Disziplinen aufweist, von denen hier stellvertretend die Alttestamentliche Wissenschaft, Rechtsgeschichte, Indogermanische Sprachforschung und Semitistik genannt seien. Besonders enge Berührungspunkte bestehen zur Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients, die sich mit den materiellen Hinterlassenschaften der altorientalischen Kulturen, darüber hinaus auch mit den schriftlosen Epochen und Räumen auseinander setzt. Auch wissenschaftsgeschichtlich bestehen engste Verbindungen zwischen beiden Fächern, da sie sich in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg voneinander trennten. Das Studium der Altorientalischen Philologie als Nebenfach ist daher für Studierende der Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients im 1. Hauptfach obligatorisch.
Eine große Vielfalt bieten auch die durch Keilschrifttexte überlieferten Sprachen selbst. Neben den der Gruppe der semitischen Sprachen angehörenden Sprachen Akkadisch, Eblaitisch und Ugaritisch sind mit dem Altpersischen, Hethitischen, Luwischen und Palaischen Sprachen der indogermanischen Familie bekannt. Darüber hinaus sind Texte und Textpassagen in mehreren weiteren Sprachen erhalten, deren Einordnung noch nicht restlos geklärt ist (Hurritisch, Urartäisch) bzw. die offensichtlich isoliert sind (Elamisch, Hattisch, Kassitisch, Sumerisch). Unter diesen Sprachen ragen das Akkadische, das Sumerische und das Hethitische aufgrund der Quantität und Qualität der bekannten Textzeugnisse deutlich heraus, denen gegenüber die Überlieferung anderer Sprachen deutlich zurücksteht. Akkadisch, Sumerisch und Hethitisch stehen daher im Mittelpunkt eines Studiums.
Fächerkombination
Altorientalische Philologie ist nur als Nebenfach zu dem Hauptfachstudiengang Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients wählbar.
Aufbau des Studiums
Der Besuch einer fachbezogenen Studienberatung bei der/dem akademischen Leiter/in des Teilstudiengangs oder der/dem Modulbeauftragten des Moduls AOP-MAG-M 1 (1. Semester) zu Beginn des Studiums ist obligatorisch. Die/Der Studierende erhält darüber einen Teilnahmenachweis.
Im Grundstudium (1.-2. Semester) steht das Erlernen zweier altorientalischer Sprachen, darunter verbindlich des Akkadischen, sowie der Keilschrift im Mittelpunkt. Im Hauptstudium (3.-4. Semester) dienen Lektürekurse der Vertiefung der erworbenen Kenntnisse. Die für beide Studienabschnitte vorgeschriebene "Hausarbeit zur Altorientalischen Philologie" (AOP-MAG-M 3, AOP-MAG-M 6) leitet die/den Studierende/n zur eigenständigen Bearbeitung fachspezifischer Fragestellungen an.
Grundstudium
| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 1 Einführung in die Altorientalistik I |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
8 |
15 |
1.- 2. |
2 Semester |
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| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 2 Einführung in die Altorientalistik II |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
8 |
14 |
1.- 2. |
2 Semester |
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| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 3 Hausarbeit zur Altorientalischen Philologie I |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
- |
5 |
ab 1. Semester |
Siehe Nr. 5 |
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Hauptstudium
| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 4 Altorientalische Textlektüre I |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
4 |
11 |
3.- 4. |
2 Semester |
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| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 5 Altorientalische Textlektüre II |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
4 |
9 |
3.- 4. |
2 Semester |
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| NF Altorientalische Philologie |
| AOP-MAG-M 6 Hausarbeit zur Altorientalischen Philologie II |
| Art: |
SWS: |
CP: |
Studiensemester: |
Dauer: |
| Pflichtmodul |
- |
6 |
ab Ende des 2. Fachsemesters |
Siehe Nr. 5 |
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e) Studienverlaufsplan
| 1. Semester (WS) |
2. Semester (SS)
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3. Semester (WS)
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4. Semester (SS) |
Ü: Einführung Akkadisch (AOP-MAG-M1) [4 SWS, 6 CP])
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T: Tut. zur Einführung (AOP-MAG-M1) [2 SWS, 3 CP]
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PS/S: Akkad.-Lektüre I (AOP-MAG-M1) [2 SWS, 3 CP] |

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| V/PS/S: (Forsch.)Gesch./ Geisteskultur (AOP-MAG-M2) [2 SWS, 3 CP] |
Ü: Einf. Zweitsprache (AOP-MAG-M2) [4 SWS, 6 CP] |
V/PS/S: Spr.-Überblick (AOP-MAG-M2) [2 SWS, 3 CP]
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Hausarb. I (AOP-MAG-M3) [5 CP] |

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PS/S: Akkad.-Lekt. II (AOP-MAG-M4) [2 SWS, 4 CP]
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PS/S: Akkad.-Lekt. III (AOP-MAG-M4) [2 SWS, 4 CP] |
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PS/S: Lekt. Zweitspr. I (AOP-MAG-M5) [2 SWS, 3 CP]
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PS/S: Lekt. Zweitspr. II (AOP-MAG-M5) [2 SWS, 3 CP] |
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Hausarb. II (AOP-MAG-M6) [6 CP] |
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