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Promotionsordnung
 
 
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Promotionsordnung - Allgemeines:

§ 01 - Abschlussgrad
§ 02 - Promotionsausschuss der Fachbereiche und gemeinsame Geschäftstelle
§ 03 - Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren
§ 04 - Annahme zum Doktorand
§ 05 - Annahmeverfahren
§ 06 - Wirkung der Annahme
§ 07 - Promotion ohne Betreuung
§ 08 - Antrag auf Eröffnung des Prüfungsverfahren
§ 09 - Dissertation
§ 10 - Prüfungskommission
§ 11 - Disputation
§ 12 - Entscheidung über die Promotionsleistung
§ 13 - Veröffentlichung der Dissertation
§ 14 - Verleihung des Doktorgrades
§ 15 - Abbruch des Verfahrens und Entziehung des Doktorgrades
§ 16 - Ehrenpromotion
§ 17 - Übergangsbestimmungen
§ 18 - Inkrafttreten



ALLGEMEINES
Die Bezeichnungen von Personen und Funktionen dieser Promotionsordnung gelten gleichermaßen für Frauen und Männer. Frauen führen die Funktionsbezeichnung dieser Promotionsordnung in weiblicher Form.

§ 1- Abschlussgrad

(1) Die Fachbereiche Gesellschaftswissenschaften (FB 3), Erziehungswissenschaften (FB 4), Psychologie und Sportwissenschaften (FB 5), Evangelische Theologie (FB 6), Katholische Theologie (FB7), Philosophie und Geschichtswissenschaften (FB 8), Sprach- und Kulturwissenschaften (FB 9), Neuere Philologien (FB 10) und Geowissenschaften/ Geographie (FB 11) verleihen den akademischen Grad eines Doktors der Philosophie oder Doktorin der Philosophie (Dr. phil.) nach folgender gemeinsamer Promotionsordnung.

(2) Der akademische Grad eines Doktors der Philosophie (Dr. phil.) wird aufgrund einer von einem Bewerber verfassten und veröffentlichten wissenschaftlichen Abhandlung (Dissertation § 9) und deren mündlicher Verteidigung (Disputation § 11) erworben.

(3) Eine gleichzeitige Promotion an einer deutschen und einer ausländischen Universität (Doppelpromotion) ist möglich. Näheres hierzu ist in einem Kooperationsvertrag zwischen den beteiligten Universitäten zu regeln. Ausnahmebestimmungen zu den §§ 10, 11 und 14 werden in den ergänzenden Bestimmungen der Fachbereiche 3-11 geregelt

(4) Die ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche sind Bestandteil dieser Ordnung.


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§ 2 - Promotionsausschuss der Fachbereiche und Gemeinsame Geschäftsstelle

(1) In jedem Fachbereich ist der Promotionsausschuss das für die Abwicklung der Promotion und die Einhaltung der Regelungen dieser Ordnung zuständige Organ (§ 31 Abs. 4 HHG).

(2) Der Promotionsausschuss entscheidet insbesondere über die Annahme als Doktorand und die Eröffnung des Prüfungsverfahrens. Er bestellt die Prüfer, Beisitzer und Gutachter und bestimmt die Prüfungskommission (§ 31 Abs. 5 HHG).

(3) Dem Promotionsausschuss sollen mindestens 3 Angehörige der Gruppe der Professoren, 1 wissenschaftlicher Mitarbeiter und 1 Studierender, der sich mindestens im Hauptstudium befindet, angehören. Die Gruppe der Professoren muss im Promotionsausschuss die Mehrheit haben. Die Mitglieder werden vom Fachbereichsrat auf Vorschlag der Gruppen gewählt. Die Professoren und der wissenschaftliche Mitarbeiter werden für mindestens zwei, der Student für mindestens ein Jahr gewählt. Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu wählen. Der Vorsitz im Promotionsausschuss soll in der Regel von einem Mitglied des Dekanats geführt werden.

(4) Der Promotionsausschuss fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der Anwesenden. Im übrigen gilt die Gemeinsame Geschäftsordnung für die Gremien der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

(5) Jeder ablehnende Bescheid des Promotionsausschusses ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(6) Der Präsident entscheidet über Widersprüche nach der Verwaltungsgerichtsordnung, die gegen Entscheidungen des Promotionsausschusses und der Prüfungskommission eingelegt werden.

(7) Die Fachbereiche (§ 1 Abs. 1) richten eine Gemeinsame Geschäftsstelle ein. Die Vorsitzenden der Promotionsausschüsse wählen aus dem Kreis der Professoren den geschäftsführenden Vorsitzenden und seinen Stellvertreter für die Dauer von zwei Jahren. Die Auslage der Dissertation findet in der Gemeinsamen Geschäftsstelle statt (§ 9 Abs. 7 und § 16 Abs. 5). Der Vorsitzende kontrolliert die Einhaltung der gemeinsamen Ordnung, insbesondere im Hinblick auf die Voraussetzungen (§ 3) und die Anforderungen (§§ 8 und 9). Die Geschäftsstelle ist nach Abschluss der Disputation für die weitere verwaltungsmäßige Durchführung des Verfahrens zuständig.


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§ 3 - Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren

(1) Voraussetzung für die Zulassung zur Promotion im Regelfall ist ein im Promotionsfach mit Prädikat, d. h., mit „3“ (befriedigend) oder besser bestandenes Examen an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes (Staatsexamen, Magisterprüfung, Diplomprüfung oder akkreditierter Master-Studiengang), das eine Mindeststudienzeit von acht Semestern erfordert.

(2) Besonders qualifizierte Fachhochschulabsolventen mit Abschluss im gleichen oder einem verwandten Fach können zur Promotion zugelassen werden. Die Auflagen hierzu regeln die ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche. Die Auflagen sollen die Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit sicherstellen. Insbesondere kann verlangt werden, dass dies durch Teilnahme an universitären Lehrveranstaltungen und das Ablegen einzelner Prüfungen nachgewiesen wird.
Im Rahmen von besonders betreuten Promotionsstudien können Inhaber eines sechssemes­trigen Studienabschlusses im Wege eines Eignungsfeststellungsverfahrens unmittelbar zum Promotionsstudium zugelassen werden. Die Feststellung der besonderen Qualifikation (B.A.) trifft der Promotionsausschuss nach Prüfung des Einzelfalls. Dazu müssen herausragende Studienleistungen nachgewiesen werden. Das Vorbereitungsjahr ist erfolgreich abgeschlossen, wenn eine Ergänzungsprüfung im Promotionsfach im Umfang der mündlichen Magister-Hauptfachprüfung erfolgreich abgelegt wurde. Näheres regeln die ergänzenden Bestimmungen der Fachbereiche.

(3) Der Bewerber soll in der Regel vor Abschluss des Promotionsverfahrens zwei Semester an der Johann Wolfgang Goethe-Universität immatrikuliert gewesen sein. Über Ausnahmen in besonders begründeten Fällen entscheidet der Promotionsausschuss. Weitere Voraussetzungen wie z. B. Sprachkenntnisse werden in den ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche geregelt.

(4) Über die Gleichartigkeit und Gleichwertigkeit anderer Studienabschlüsse entscheidet der Promotionsausschuss. Erforderlichenfalls ist die Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen anzuhören.

(5) Eine mündliche Ergänzungsprüfung ist abzulegen:

a) wenn das Abschlussexamen nach Abs. 1 nicht mit Prädikat abgelegt wurde, oder

b) wenn das Abschlussexamen nach Abs. 1 nicht im Promotionsfach abgelegt wurde, oder

c) wenn die Gleichwertigkeit des Abschlussexamens nicht anerkannt wurde (Abs. 4), oder

d) wenn ein Zusatzstudium nach einem Lehramtsexamen (Abs.6) erforderlich war.

Die Ergänzungsprüfung ist im Promotionsfach abzulegen und muss den Anforderungen des mündlichen Teils einer Hauptfachprüfung entsprechen. Die Ergänzungsprüfung ist vor zwei Prüfungsberechtigten abzulegen und dauert insgesamt eine Stunde. Der Promotionsausschuss bestellt die Prüfer und den Beisitzer. Der Bewerber hat Vorschlagsrecht. Den Beisitz können die beiden Prüfer alternierend übernehmen. Die Ergänzungsprüfung muss mit Prädikat, d.h. mindestens mit „3“ (befriedigend) bestanden werden. Sie kann einmal wiederholt werden.

(6) Wurde ein Staatsexamen für das Lehramt an Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschulen mit der Note „3“ (befriedigend) oder besser abgelegt, so kann in dem Wahlfach bzw. in einem der beiden Wahlfächer gemäß der Verordnung über die Erste Staatsprüfung für die Lehrämter vom 03.04.1995 (GVBl. I S. 233 ff, zuletzt geändert durch VO vom 08.12.1999, GVBl. I, S. 481ff.) in der jeweils gültigen Fassung promoviert werden, wenn dieses Fach in einem der Fachbereiche im Gültigkeitsbereich dieser Ordnung gelehrt wird. Voraussetzung für die Zulassung zur Promotion ist gemäß den Festlegungen des Promotionsausschusses ein Zusatzstudium des Promotionsfachs von zwei Semestern im Hauptstudium. Im Zusatzstudium müssen zwei qualifizierte, d. h., mindestens mit der Note „3“ (befriedigend) bewertete Seminarscheine erworben werden. Die besonderen Voraussetzungen einer Promotion in Erziehungswissenschaften nach einem Staatsexamen für ein Lehramt wird in der ergänzenden Bestimmung des Fachbereichs geregelt.


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§ 4 - Annahme als Doktorand

(1) Für die Annahme als Doktorand ist in der Regel der Nachweis der in § 3 genannten Voraussetzungen erforderlich. Ist eine Ergänzungsprüfung nach § 3 Abs. 5 abzulegen, kann der Promotionsausschuss gestatten, dass die Promotionsvoraussetzungen nach § 3 erst zu einem späteren Zeitpunkt, spätestens bis zur Eröffnung des Prüfungsverfahrens nach § 8 nachgewiesen werden können (bedingte Zulassung).

(2) Ist die Ergänzungsprüfung endgültig nicht bestanden, verliert der Bewerber den Status eines Doktoranden.

(3) Die Festlegung des Arbeitstitels geschieht im Einvernehmen mit dem vorgesehenen Betreuer. Für die Betreuung kommen insbesondere in Frage: Professoren, emeritierte oder pensionierte Professoren, Hochschuldozenten, Honorarprofessoren, Juniorprofessoren und Leiter von Nachwuchsprogrammen und habilitierte Mitglieder und habilitierte Angehörige des Fachbereichs. Das Thema der Dissertation soll so beschaffen sein, dass es voraussichtlich in 2 bis 3 Jahren zur Promotion führen kann.


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§ 5 - Annahmeverfahren

(1) Der Antrag auf Annahme als Doktorand ist an den Vorsitzenden des Promotionsausschusses zu richten.

(2) Dem Antrag sind beizufügen:

a) die zum Nachweis der Promotionsvoraussetzungen nach § 3 erforderlichen Unterlagen unbeschadet der Regelung des § 4 Abs. 1;

b) eine Bezeichnung des vorläufigen Arbeitstitels und ein Exposé des Arbeitsvorhabens;

c) eine schriftliche Erklärung über frühere Promotionsversuche und

d) eine Erklärung darüber, ob und ggf. durch wen die Dissertation betreut wird oder betreut werden soll.

(3) Über die Annahme des Bewerbers als Doktorand entscheidet der Promotionsausschuss. Die Entscheidung ist innerhalb angemessener Frist zu treffen und dem Bewerber unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

(4) Die Ablehnung des Antrags auf Aufnahme als Doktorand hat zu erfolgen, wenn der Promotionsausschuss festgestellt hat, dass

a) die Voraussetzungen nach § 3 nicht erfüllt sind. Die Regelung des § 4 Abs. 1 bleibt unberührt;

b) der Bewerber im jeweiligen Fach mehr als einmal eine Promotion erfolglos versucht hat;

c) das Thema der Dissertation vom Promovenden bereits erfolgreich in einem anderen Promotionsfach vorgelegt wurde.


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§ 6 - Wirkung der Annahme

(1) Mit der Annahme des Bewerbers erhält dieser den Status eines Doktoranden.

(2) Der Promotionsausschuss gewährleistet durch die Annahme die spätere Begutachtung der Arbeit (§ 31 Abs. 4 Satz 3 HHG)

(3) Der Promotionsausschuss des Fachbereichs führt ein öffentlich zugängliches Verzeichnis der bei ihm angemeldeten Themen bzw. Arbeitsprojekte. Nach Ablauf von drei Jahren kann der Promotionsausschuss nach Anhörung des Doktoranden prüfen, ob der Bewerber weiter als Doktorand geführt werden will oder ob das Thema anderweitig vergeben werden kann.

(4) Auf Antrag kann der Promotionsausschuss eine Änderung des Betreuerverhältnisses genehmigen; alle Beteiligten sind zu hören.


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§ 7 - Promotion ohne Betreuung

(1) Bewerber, die bei der Arbeit an ihrer Dissertation nicht beraten worden sind und/ oder nicht bereits als Doktoranden angenommen worden sind, beantragen unmittelbar beim Promotionsausschuss des für ihr Fachgebiet zuständigen Fachbereichs die Eröffnung des Prüfungsverfahrens (§ 8).

(2) Der Antrag darf nicht abgelehnt werden, wenn der Fachbereich für das vom Bewerber bearbeitete Thema zuständig ist und der Bewerber die Voraussetzungen nach § 3 erfüllt. Die Zulassung kann von der Teilnahme an einem Promotionsstudium oder der Erbringung von Leistungsnachweisen am Fachbereich abhängig gemacht werden. (§ 31 Abs. 4 Satz 5 HHG). In Zweifelsfällen führt auf Antrag des Bewerbers der Promotionsausschuss eine Entscheidung des Fachbereichsrates herbei. Im übrigen gilt § 2 Abs. 7 Satz 4.


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§ 8 - Antrag auf Eröffnung des Prüfungsverfahrens

(1) Bewerber, die die Promotionsvoraussetzungen nach § 3 erfüllen, können unter Vorlage einer Dissertation beim Vorsitzenden des Promotionsausschusses die Eröffnung des Prüfungsverfahrens beantragen.
(2) In dem Antrag sind aufzuführen:

a) das Promotionsfach ;

b) das Thema der Dissertation und

c) in der Regel die Namen der Fachvertreter, die der Bewerber als Gutachter für die Dissertation vorschlägt.

(3) Dem Antrag sind beizufügen:

a) ein tabellarischer Lebenslauf mit Darstellung des Studien- und Bildungsganges;

b) die zum Nachweis der Promotionsvoraussetzungen nach § 3 erforderlichen Unterlagen, soweit sie nicht vom Antragsteller bei der Annahme als Doktorand vorgelegt wurden;

c) die Dissertation in mindestens drei maschinenschriftlichen Exemplaren;

d) eine schriftliche Erklärung, dass der Bewerber die Dissertation selbständig verfasst und nur die in der Dissertation angegebenen Hilfsmittel in Anspruch genommen hat;

e) eine schriftliche Erklärung über frühere Promotionsverfahren;

f) ggfs. ein Verzeichnis der bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten und

g) eine schriftliche Erklärung, dass dem Bewerber die Promotionsordnung bekannt ist.

(4) Promotionsgebühren sind nach den ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche zu entrichten.

(5) Die Eröffnung des Prüfungsverfahrens kann nur versagt werden, wenn

a) kein Mitglied des Fachbereichs, das zum Gutachter bestellt werden kann, für die vorgelegte Dissertation fachlich zuständig ist; in Zweifelsfällen entscheidet der Promotionsausschuss nach Anhörung der in Frage kommenden Professoren und des Fachbereichsrates;

b) der Bewerber die Unterlagen nicht vollständig eingereicht hat;

c) die Voraussetzungen nach § 3 nicht erfüllt sind;

d) der Bewerber sich einer Täuschung im Zusammenhang mit den Zulassungsvoraussetzungen oder auch der Dissertation schuldig gemacht hat;

e) der Bewerber die Promotion im jeweiligen Fach mehr als einmal erfolglos versucht hat;

f) der Bewerber die gleiche Dissertation bereits in einem anderen Promotionsfach erfolgreich vorgelegt hat;

(6) Der Antrag auf Eröffnung des Prüfungsverfahrens kann nicht mehr zurückgenommen werden, sobald eines der Gutachten beim Promotionsausschuss vorliegt. Tritt der Kandidat danach von der Prüfung zurück, so gilt das Promotionsverfahren als erfolglos beendet.


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§ 9 - Dissertation

(1) Die als Dissertation vorgelegte Abhandlung muss eine sachlich geschlossene, selbständige Leistung des Bewerbers in angemessener Darstellung sein und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Wissenschaft liefern. Eine solche individuelle wissenschaftliche Leistung muss auch vorliegen, wenn die Dissertation aus gemeinschaftlicher Forschungsarbeit mehrerer Personen hervorgegangen ist.

(2) Die Dissertation kann ganz oder teilweise vorher veröffentlicht sein.

(3) Die Dissertation ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen. Der Promotionsausschuss kann - wenn es sachlich geboten ist - dem Bewerber gestatten, eine in einer anderen Sprache geschriebene Dissertation vorzulegen.

(4) Die Dissertation ist von zwei Professoren, emeritierten oder pensionierten Professoren, Hochschuldozenten, Honorarprofessoren, Juniorprofessoren und Leitern von Nachwuchsprogrammen oder anderen im Promotionsfach habilitierten Wissenschaftlern zu begutachten. Mindestens ein Gutachter muss Mitglied des Fachbereichs sein, der andere Gutachter kann auch extern sein. Einer der Gutachter soll für die Betreuung der Dissertation Verantwortliche sein. Die Gutachter werden vom Promotionsausschuss mit deren Einverständnis bestellt. Professoren, die dem Fachbereich nicht mehr angehören, können in der Regel bis zu 5 Jahre den Doktoranden weiterhin betreuen. Die Gutachten sollen unabhängig voneinander erstellt werden.

(5) Der Promotionsausschuss kann in Ausnahmefällen bis zu zwei weitere Professoren, emeritierte oder pensionierte Professoren, Hochschuldozenten, Honorarprofessoren, Juniorprofessoren oder Leiter von Nachwuchsprogrammen zu Gutachtern bestellen. Unter ihnen können auch externe habilitierte oder promovierte Fachwissenschaftler sein.

(6) Bewerber, die von ihrem Vorschlagsrecht nach § 8 Abs. 2 c keinen Gebrauch gemacht haben, können in Ausnahmefällen gemäß Abs. 5 und 9 dem Promotionsausschuss einen Professor mit deren Zustimmung innerhalb der vom Promotionsausschuss gesetzten Frist (in der Regel vier Wochen) als Gutachter vorschlagen.

(7) Die Gutachter bewerten die in der Dissertation erbrachte wissenschaftliche Leistung in einer schriftlichen Beurteilung nach den in § 12 Abs. 2 genannten Prädikaten. Jedes Gutachten muss spätestens drei Monate nach dem Tage vorliegen, an dem der Gutachter ein Exemplar der Dissertation erhalten hat. Die Gutachter können bei der Prüfungskommission beantragen, die Veröffentlichung der Arbeit von der Erfüllung bestimmter Auflagen abhängig zu machen. Das Recht der Einsichtnahme und Stellungnahme für alle Professoren der Fachbereiche, die den akademischen Grad eines Doktors der Philosophie verleihen und für den Bewerber, ist durch eine zweiwöchige Auslage in der Vorlesungszeit oder einer vierwöchigen Auslage in der vorlesungsfreien Zeit von Dissertation und Gutachten in der Gemeinsamen Geschäftsstelle (§ 2 Abs. 7) und deren vorheriger Bekanntmachung durch den Promotionsausschuss zu gewährleisten.

(8) Das Prädikat summa cum laude kann nur einstimmig erteilt werden. Haben beide Gutachter die Dissertation mit „summa cum laude“ bewertet, so muss ein drittes Gutachten eingeholt werden.

(9) Schlägt einer von zwei Gutachtern die Ablehnung vor, so muss der Promotionsausschuss einen weiteren Gutachter bestellen.

(10) Schlagen alle Gutachter die Ablehnung vor, so erklärt der Vorsitzende des Promotionsausschusses das Promotionsverfahren für erfolglos beendet. Eine Auslage gem. Abs. 7 Satz 4 findet nicht statt.

(11) Schlägt von drei oder mehr Gutachtern mindestens die Hälfte die Ablehnung vor, wird die Arbeit für die Dauer von acht Wochen in der Gemeinsamen Geschäftsstelle ausgelegt. Den Professoren der Fachbereiche, die den Dr. phil. verleihen, wird dies mitgeteilt. Der Promotionsausschuss lehnt die Arbeit ab, wenn nach Ablauf dieser Frist kein Einspruch aus diesem Kreis erhoben worden ist. Wenn ein begründeter Einspruch erfolgt, entscheidet der Promotionsausschuss über neu zu bestellende Gutachter. Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung nach der zweiten Beurteilung trifft die Prüfungskommission in der Regel nach Anhörung sämtlicher Gutachter und unter Berücksichtigung der abgegebenen Stellungnahmen.

(12) Liegen Einsprüche oder Stellungnahmen vor, entscheidet die Prüfungskommission über das weitere Verfahren. Gegebenenfalls kann die Prüfungskommission den Promotionsausschuss vor der Entscheidung bitten, gem. Abs. 5 weitere Gutachten anzufordern. Werden weitere Gutachter benannt, findet eine erneute Auslage gem. Abs. 7 statt.

(13) Im Einverständnis zwischen den Gutachtern und dem Bewerber kann eine Arbeit über den Promotionsausschuss einmal vor Fertigstellung der Gutachten zur Überarbeitung innerhalb eines Jahres zurückgenommen werden.


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§ 10 - Prüfungskommission

(1) Die Prüfungskommission wird vom Promotionsausschuss bei Eröffnung des Prüfungsverfahrens (§ 8) bestimmt. Die Prüfungskommission entscheidet über die mündliche Promotionsleistung. § 9 Abs. 11 und 12 ist zu beachten.

(2) Die Kommission besteht aus einem Professor des Fachbereichs als Vorsitzenden, den Gutachtern (§ 9 Abs. 4) sowie zwei weiteren Prüfungsberechtigten i.S. von § 9 Abs. 4 Satz 1, die in begründeten Fällen aus anderen Fachbereichen hinzugezogen werden können.

(3) Die Prüfungskommission entscheidet mit einfacher Mehrheit der Mitglieder.


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§ 11 - Disputation

(1) In der Disputation wird die Dissertation vor der Prüfungskommission vom Bewerber universitätsöffentlich verteidigt (§ 31 Abs. 3 Satz 4 und 5 HHG). Die Disputation muss sich auf weitere Fragen und angrenzende Gebiete des Faches erstrecken, die sachlich oder methodisch mit der Dissertation zusammenhängen.

(2) Die Beratung der Prüfungsergebnisse erfolgt in einer nichtöffentlichen Sitzung der Prüfungskommission. Der Vorsitzende gibt die Prüfungsergebnisse (§ 12 Abs. 1) unverzüglich dem Bewerber bekannt.

(3) Die Mitglieder der Prüfungskommission bewerten die Disputation nach den in § 12 Abs. 2 genannten Prädikaten.

(4) Eine nicht bestandene Disputation kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholung findet spätestens zwölf Monate nach dem ersten Versuch statt. Der Termin wird durch den Vorsitzenden des Promotionsausschusses bestimmt und dem Doktoranden mitgeteilt.

(5) Die Disputation ist grundsätzlich in deutscher Sprache zu halten und soll in der Regel eine Dauer von 90 Minuten nicht überschreiten. Der Vorsitzende der Prüfungskommission hat für den sachgerechten Ablauf der Disputation zu sorgen.

(6) Über die Disputation ist ein Protokoll aufzunehmen, das die Namen der Mitglieder der Prüfungskommission, die Zeitdauer der Prüfung, einen Überblick über den Gegenstand der Disputation und die Note enthalten muss. Das Protokoll ist den Promotionsakten beizufügen.


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§ 12 - Entscheidung über die Promotionsleistung

(1) Für die Promotionsleistungen wird von der Prüfungskommission eine Gesamtnote gebildet. Sie ergibt sich zu zwei Drittel aus dem Durchschnitt der Noten, mit denen die Gutachter die Dissertation bewertet haben und zu einem Drittel aus der Note, mit der die Prüfungskommission die Disputation bewertet hat.

(2) Die Noten lauten:

magna cum laude - sehr gut (1)

cum laude - gut (2)

rite - genügend (3)

non rite - ungenügend (4)

Für besonders hervorragende Leistungen kann die Prüfungskommission durch einstimmigen Beschluss das Prädikat „summa cum laude“ (mit Auszeichnung (0)) erteilen. Die Ziffern sind nur als Berechnungsgrundlage zu werten und erscheinen nicht in der Urkunde. Ergeben sich bei der Durchschnittsberechnung Bruchteile, so wird bei Werten bis einschließlich 0,5 die bessere Note, ab 0,6 die schlechtere Note gegeben, unbeschadet der Regelung für die Gesamtnote „summa cum laude". Bei der Bildung der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

(3) Das Prädikat „summa cum laude" kann nur erteilt werden, wenn die Dissertation einstimmig von den Gutachtern mit summa cum laude bewertet worden ist (§ 9 Abs. 8) und auch die Disputation einstimmig mit „summa cum laude" bewertet worden ist.

(4) Der Bewerber kann nur promoviert werden, wenn die Dissertation und die Disputation jeweils mindestens mit der Note „rite“ (genügend) bewertet worden sind.

(5) Der Promovierte erhält als vorläufiges Zeugnis eine Bescheinigung, die den Namen des Fachbereichs und das Prüfungsergebnis enthält. Die Bescheinigung ist vom Dekan zu unterzeichnen und wird gesiegelt. Der Doktorand unterschreibt den Gelöbnisschein (s. ergänzende Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche, Anlage 4). Dem Kandidaten werden eventuelle Auflagen für die Drucklegung der Pflichtexemplare bekannt gegeben. Dem Bewerber ist auf Antrag Einsicht in das Protokoll zu gewähren.

(6) Das Recht zur Führung des Doktorgrades beginnt erst mit der Verleihung des Doktorgrades durch Aushändigung der Promotionsurkunde (§ 14).


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§ 13 - Veröffentlichung der Dissertation

(1) Die Dissertation ist als Fotodruck, Buch, Mikrofiche, CD ROM, elektronische Form, Beitrag eines Sammelbandes oder in Zeitschriften zu veröffentlichen.

(2) Der Revisionsschein (s. ergänzende Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche, Anlage 4) wird in der Regel vom Betreuer vor der Drucklegung unterschrieben.

(3) Die Pflichtexemplare der genehmigten Fassung der Dissertation müssen auf einem Titelblatt bzw. Beiblatt alle Angaben des in den ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche (Anlage 2) beigefügten Formulars enthalten. Bei der Buchhandelsausgabe muss beim Copyright die Siegelziffer D.30 eingedruckt werden.

(4) Die Dissertation ist in angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das ist dann der Fall, wenn der Verfasser neben den für die Gutachter, Fachbereichsbibliothek und der Gemeinsamen Geschäftsstelle erforderlichen 5 Exemplaren unentgeltlich an die Hochschulbibliothek abliefert:

entweder
a) 5 gebundene Papierexemplare bei Veröffentlichung als Druck

oder
b) 2 Exemplare, wenn die Veröffentlichung in einer Zeitschrift erfolgt

oder
c) 2 Exemplare, wenn ein gewerblicher oder ein wissenschaftlicher Verlag die Verbreitung über den Buchhandel übernimmt und eine Mindestauflage von 150 Exemplaren nachgewiesen wird

oder
d) 4 gebundene Papierexemplare zusammen mit der Mutterkopie (Masterfiche) und 5 weiteren Kopien in Form von Mikrofiches

oder
e) 1 gebundenes Papierexemplar und 2 Mikrofiches bei Veröffentlichung von Mikrofiches in einem Verlag

oder
f) 4 gebundene Papierexemplare zusammen mit 5 CD-ROMs

oder
g) 1 CD-ROM, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Universitätsbibliothek abzustimmen sind und 2 gebundene Papierexemplare wenn die Arbeit auf den Internet-Server der Universitätsbibliothek eingespielt wird.

Bei d), f) und g) überträgt der Doktorand der Hochschule das Recht, von den Mikrofiches bzw. den jeweiligen elektronischen Versionen weitere Kopien von seiner Dissertation herzustellen und zu verbreiten; und eine von dem ersten Gutachter genehmigte Zusammenfassung (Abstract) seiner Dissertation im Umfang von nicht mehr als einer Seite für die Zwecke einer Veröffentlichung. Die Verteilung der Pflichtexemplare obliegt dem Fachbereich.

(5) Die als Eigendruck oder in maschinenschriftlichen Originalfassung abzuliefernden Exemplare sind auf alterungsbeständigem, holz- und säurefreiem Papier auszudrucken und dauerhaft zu binden.


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§ 14 - Verleihung des Doktorgrades

Nachdem die Dissertation nach der in § 13 beschriebenen Weise veröffentlicht worden ist bzw. die Druckannahmebescheinigung mit voraussichtlichem Erscheinungstermin eines Verlages vorgelegt wurde, wird dem Doktorand der Doktorgrad verliehen und die Promotionsurkunde ausgehändigt. Die Promotionsurkunde enthält das Promotionsfach, den Titel und die Note der Dissertation, die Bewertung der mündlichen Prüfung und die Gesamtnote der Promotion. Das Datum der mündlichen Prüfung gilt als Datum der Promotion. Die Urkunde wird mit dem Siegel der Universität und den Unterschriften des Dekans und des Vorsitzenden der Prüfungskommission versehen.


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§ 15 - Abbruch des Verfahrens und Entziehung des Doktorgrades

(1) Der Promotionsausschuss hat das Verfahren abzubrechen, wenn sich vor Abschluss des Verfahrens herausstellt, dass

a) der Doktorand im Verfahren in wesentlichem Umfang getäuscht hat;

b) wesentliche Erfordernisse für die Promotion nicht erfüllt waren.

(2) Der Promotionsausschuss kann den Doktorgrad entziehen, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass der Doktorand getäuscht hat. Die Entziehung richtet sich nach den Bestimmungen des § 48 HVwVfG.

(3) Vor dem Beschluss des Promotionsausschusses über den Abbruch des Promotionsverfahrens oder die Entziehung des Doktorgrades ist dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

(4) Die Promotionsurkunde ist einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für nicht bestanden erklärt wird.


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§ 16 - Ehrenpromotion

(1) Der Fachbereich kann den Grad eines Doktors der Philosophie ehrenhalber (Dr. phil. honoris causa) aufgrund außergewöhnlicher wissenschaftlicher und künstlerischer Leistungen in den Fachgebieten für die der Fachbereich zuständig ist, verleihen.

(2) Die Ehrenpromotion muss von mindestens zwei Professoren beim Fachbereichsrat beantragt und schriftlich begründet werden.

(3) Die Einleitung des Verfahrens bedarf der Zustimmung des Fachbereichsrates. Stimmt der Fachbereichsrat dem Antrag mit einer 2/3 Mehrheit der stimmberechtigten Anwesenden zu, so bestimmt er darauf hin zwei auswärtige Gutachter.

(4) Alle Professoren und promovierten Mitglieder der Fachbereiche sind berechtigt, Stellungnahmen abzugeben.

(5) Anträge und Gutachten werden bei der Gemeinsamen Geschäftsstelle (§ 2 Abs. 7) zur Einsicht und Stellungnahme für die Professoren der Fachbereiche, die den akademischen Grad eines Doktors der Philosophie verleihen, ausgelegt.

(6) Der Fachbereichsrat entscheidet über die Verleihung des Grades mit der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Über die Verleihung der Ehrendoktorwürde dürfen nur Mitglieder der Professorengruppe und diejenigen Vertreter der anderen Gruppen, die für eine Promotion erforderlichen wissenschaftlichen Leistungen erbracht haben, abstimmen.

(7) Die Ehrenpromotion erfolgt durch Überreichen der hierfür ausgefertigten Urkunde, in welcher die Verdienste des Promovierten hervorzuheben sind.


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§ 17 - Übergangsbestimmungen

Studierende, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung ihr Promotionsstudium begonnen haben, können wählen, nach dieser oder nach der Promotionsordnung vom 12.11.1986 (Amtsblatt 6/1988, S.352 ff; letzte Fassung Staatsanzeiger 28/1996, S. 2108) promoviert zu werden. Hinsichtlich der zu zahlenden Promotionsgebühren finden jedoch die ergänzenden Bestimmungen der einzelnen Fachbereiche Anwendung.

Das Gesuch um Zulassung zur Promotion nach der Promotionsordnung vom 12. November 1986, muss spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten dieser Promotionsordnung eingereicht werden.


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§ 18 - Inkrafttreten

Diese Promotionsordnung tritt nach ihrer Genehmigung durch den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Staatsanzeiger des Landes Hessen in Kraft. Gleichzeitig tritt die Promotionsordnung vom 12.11.1986 außer Kraft. § 17 bleibt unberührt.

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Letzte Änderung: 25.02.15 7:53 Diese Seite drucken
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